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KIDS ACT: EU-Kommission will Social Media europaweit erst ab 13 Jahren
von Carsten Knobloch
16. Sep. 2026 |
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Die Europäische Kommission plant mit dem sogenannten KIDS ACT neue, verbindliche Regeln für soziale Netzwerke. Ziel des Gesetzesvorschlags ist es, Minderjährige vor den Gefahren, Suchtmechanismen und extremen Inhalten auf großen Online-Plattformen zu schützen. Nach Vorbildern wie Australien setzt die EU dabei auf ein gestaffeltes Stufenmodell, das den Zugang abhängig vom Alter regelt. Ursula von der Leyen hat diesbezüglich bei ihrer Rede zur Lage der Union 2026 einen rausgehauen.
Konkret sieht der Entwurf folgende Abstufungen vor:
- Unter 13 Jahren: Die Nutzung sozialer Netzwerke soll komplett untersagt sein.
- 13 bis 15 Jahre: Kein eigenes vollwertiges Nutzerkonto. Möglich sind lediglich sogenannte Mini-Konten, die von Eltern eingerichtet und beaufsichtigt werden. Diese sollen zeitlich beschränkt sein und nur über eingeschränkte Funktionen verfügen.
- 15 bis 18 Jahre: In dieser Altersstufe werden die Betreiber zu einem sicheren Design ihrer Plattformen verpflichtet.
Ein Punkt des Vorhabens ist die Umkehr der Beweislast. Künftig müssen die Betreiber nachweisen, dass ihre Dienste sicher sind und die Gestaltung Minderjährige nicht gezielt süchtig macht. Zudem soll das Regelwerk vor extremen Inhalten und dem Missbrauch von Bildern für KI-generierte, sexualisierte Darstellungen schützen.
Für den Herbst kündigte die Kommission bereits den nächsten Schritt an: Mit einem Rechtsakt für Fairness im digitalen Raum sollen suchtfördernde Design-Mechanismen dann auch über den Jugendschutz hinaus breiter angegangen werden. Bin echt gespannt, was man da nun konkret regelt und wie das Ganze am Ende aussieht. Vereinzelt gibt es ja schon "Einschränkungen" und zumindest Nutzungsbedingungen, die gewisse Dinge voraussetzen. Vermutlich ist mein Sohn schon volljährig, bis das Gedöns da durch ist...
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