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Social Media erst ab 13 Jahren - was die EU plant
Die EU plant Altersbeschränkungen für TikTok, Instagram und Co: In Deutschland und anderen Mitgliedsstaaten soll der Zugang zu Sozialen Netzwerken erst ab 13 Jahren erlaubt werden. Was Brüssel vorhat - ein Überblick.
Noch ist das nicht beschlossene Sache. Die EU-Kommission begründet ihre Pläne jedoch mit möglichen Folgen intensiver Smartphone- und Social-Media-Nutzung für Kinder und Jugendliche. Von der Leyen warnte vor Schlafmangel, Ängsten und einer nachlassenden Konzentrationsfähigkeit.
Deshalb will die EU-Kommissionspräsidentin am Donnerstag einen Gesetzestext mit den Details des Vorschlags vorstellen. Anschließend müssen sich das EU-Parlament und die Mitgliedsländer damit befassen. Bis es zu einer Einigung kommt und ein Mindestalter tatsächlich eingeführt wird, könnten allerdings Monate oder sogar Jahre vergehen.
Eigene Konten auf TikTok, Snapchat, Instagram und Co. sollen für Kinder unter 13 Jahren nach von der Leyens Plänen komplett tabu sein. Die großen Plattformen sehen schon jetzt in ihren Geschäftsbedingungen ein Mindestalter von 13 Jahren vor. Die Internetwächter in Brüssel kritisierten jedoch wiederholt, dass diese Altersgrenze nicht richtig durchgesetzt wird.
Das soll sich durch die neuen Vorgaben ändern - die Tech-Konzerne sollen in die Pflicht genommen werden. "Die Plattformen müssen beweisen, dass sie sicher sind", so von der Leyen. Es geht nämlich nicht darum, dass unsere Minderjährigen nicht auf Soziale Medien zugreifen. Es geht darum, wann und in welchem Ausmaß wir Sozialen Medien den Zugang zu Minderjährigen erlauben."
Ab 13 Jahren dürfen Jugendliche künftig nach von der Leyens Vorstellung etwas mehr: Dann sollen sie "Mini-Konten" nutzen dürfen: also erste Profile mit eingeschränkten Funktionen und begrenzter Nutzungszeit pro Tag, die von Eltern eingerichtet und beaufsichtigt werden. Ab 15 Jahren sollen Jugendliche die Online-Dienste dann selbstständig nutzen können.
Einzelne Länder diskutieren schon lange über ein Social-Media-Mindestalter.
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Die Vorgabe ist, dass das Design sicher ist. Die EU-Kommission versteht unter "safety by design" etwa, dass Social-Media-Plattformen keine suchtfördernden Algorithmen haben und Funktionen wie endloses Scrollen oder das automatische Abspielen von Videos deaktiviert sind. Die Online-Angebote sollen demnach Sicherheitsvorkehrungen zum Kinder- und Jugendschutz grundsätzlich "verbaut" haben. Auch Beschränkungen für Bildschirmzeiten oder andere Maßnahmen zum Kinder- und Jugendschutz zählen dazu. Dies müssten die Plattformen nachweisen.
Ja. Deutschland darf zwar grundsätzlich selbst der Bevölkerung vorschreiben, ab welchem Alter Social Media erlaubt ist. Dann müssten Eltern kontrollieren, ob sich ihre Kinder an die Regeln halten. Die Brüsseler Behörde hat in Teilen der Digitalpolitik aber ein Vorrecht. Und sollen die großen Plattformen in die Verantwortung genommen werden, kann das nur die EU-Kommission durchsetzen.
Immer mehr Jugendliche in Deutschland verlieren sich in sozialen Medien und schaffen den Ausstieg nicht mehr allein.
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