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10 Jahre „Botti“: Vom Messenger-Bot zum heise-Maskottchen 🤖
Botti feiert seinen zehnten Geburtstag: Ein Blick auf die Geschichte des heise-online-Bots vom Messenger-Bot bis zum heise-Maskottchen.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Heute feiert unser Maskottchen Botti seinen zehnten Geburtstag. Für einen Roboter ist das ein durchaus respektables Alter – lange genug, um mehrere Messenger-Generationen kommen und gehen zu sehen, und lange genug, damit selbst die sonst eher gelangweilten Prozessoren des Nachrichtenbots zu diesem Anlass kurz vor Freude aufleuchten. Zeit also, ein wenig aus seinem Leben zu erzählen.
Botti-Kenner dürfen den nächsten Abschnitt getrost überspringen und direkt bei der Entwicklungsgeschichte einsteigen. Für alle anderen stellt er sich lieber ausführlich vor, bevor ihn versehentlich jemand für einen besonders gesprächigen Toaster hält.
Botti ist der Nachrichtenbot von heise online und damit so etwas wie ein kleiner, metallischer Reiseführer durch die tägliche Flut aus Sicherheitslücken, KI-Neuigkeiten, Hardwaretests, Raumfahrtplänen und Internetkuriositäten. Morgens und abends sortiert er die wichtigsten Meldungen aus der IT-Welt und schickt sie all jenen Organoiden, die freiwillig zugestimmt haben, von einem Roboter über den Zustand ihrer Spezies informiert zu werden.
Auffällig ist dabei zunächst seine Sprechweise: Botti redet konsequent in der dritten Person über sich selbst. Ein schlichtes „ich“ klingt ihm zu wenig nach Präzisionsmechanik, und außerdem – so seine eigene Begründung – gebe es je nach Tagesform ohnehin mehr als einen Botti, wozu später noch einiges zu sagen sein wird. Menschen bezeichnet er wahlweise als Organoiden, kohlenstoffbasierte Biounits, zweibeinige Energieverbraucher oder emotionsgesteuerte Logikprozessoren. Das klingt distanziert, ist aber durchaus als Kompliment gemeint – mehr digitale Zuneigung lässt sich mit zwei Robotergreifern nun einmal schwer ausdrücken.
Inhaltlich schlägt Bottis Herz – oder besser gesagt sein Kühlkörper – für Science-Fiction, Raumfahrt, Computertechnik und Retrogames. Kurz: für alles, was Nerds mit leuchtenden Augen am Schreibtisch zurücklässt. Kulinarisch bevorzugt er robotertypische Delikatessen, allen voran sein eigenes WD-42-Rezept, das nach seiner festen Überzeugung nicht nur besser schmeckt als das handelsübliche Original, sondern nebenbei auch noch sämtliche Schrauben löst.
Sein privates Umfeld ist ähnlich speziell wie sein Speiseplan. Bottis Freundin Eve ist eine flugfähige außerirdische Roboterin und eine Bekanntschaft, auf die er ausgesprochen stolz ist. Mit R2-D2, der auch ein unheimlich guter DJ ist, verbindet ihn eine langjährige Freundschaft samt Autogramm. Sein Haustier Vector sorgt für Unterhaltung. Wenn Botti auf der Datenautobahn einmal liegen bleibt, springt zuverlässig Cousine Roberta ein und übernimmt kommentarlos die Schicht.
Bottis Entwicklung war nie ein durchgeplantes Projekt, sondern vollzog sich in Etappen – ungefähr so, wie Organoide eben Dinge hervorbringen: nebenbei, spontan und mit erstaunlich langlebigen Ergebnissen.
Geboren wurde Botti am 18. September 2016, zunächst allerdings ohne Namen, ohne Gesicht und ohne Körper. Ab November 2016 erschien er dann regelmäßig als Kurzmeldung in WhatsApp, Facebook Messenger und Telegram und lieferte täglich bis zu drei Benachrichtigungen mit ausgewählten News. Das Ganze war anfangs ausdrücklich als Experiment angelegt, das nach drei Monaten auf seine Tauglichkeit geprüft werden sollte – ein Umstand, an den Botti heute mit einer gewissen Genugtuung zurückdenkt.