// STADT-BREMERHAVEN — HARDWARE & GADGET
Aqara FP400 im Kurztest: Präsenzmelder mit Radar
von Felix Frank
20. Sep. 2026 |
3
Ein neuer Präsenzmelder von Aqara ist da, der FP400. Nicht der erste Präsenzmelder, welcher mit mmWave arbeitet. Ich hatte bereits den FP2 getestet und bin dann für meine Automationen weitgehend beim Aqara FP300 hängen geblieben, da dieser Thread bietet und per Batterie betrieben wird. Nachdem der FP300 bei mir seine Dienste, etwa bei der Anwesenheitserkennung im Badezimmer (auch unter der Dusche), sehr zuverlässig verrichtet habe ich es mir nicht nehmen lassen den FP400 unter die Lupe zu nehmen und von meinen ersten Eindrücken zu berichten.
Der FP400 ist hierbei eher eine Mischung aus den beiden zuvor erwähnten Geräten. So setzt er mit Thread und Zigbee ebenfalls auf eine Dual-Protokoll-Lösung wie der FP300, bietet aber diverse Funktionen, welche zuvor nur dem WiFi-basierten FP2 vorbehalten blieben. Der Funktionsumfang unterscheidet sich etwas, je nach Funkstandard – dazu aber im Verlauf des Berichts mehr. Er benötigt aber eine Stromzufuhr per USB-C (5V/1A) und funktioniert nicht batteriebetrieben.
Wie die anderen Präsenzmelder von Aqara setzt auch der FP400 auf Radar (mmWave) bei der Anwesenheitserkennung. Mit von der Partie ist zudem ein Lichtsensor. Bis zu zehn Personen sollen (je nach Montageart) auf einer Fläche von 8 x 10 Metern gleichzeitig im Blick behalten werden – wie der FP2 (auch vom Formfaktor) und anders als der FP300 also mehrpersonenfähig. Auch bei den bis zu 30 Zonen kommt er mehr nach dem FP2. Man habe dank KI-Algorithmus an Fehlalarmen durch Haustiere oder auch Ventilatoren sowie Vorhänge gearbeitet. Aqara preist zudem eine automatische Einrichtung der Raumgrenzen und Störquellen an. Möglich sei zudem eine Live-Personenzählung im Raum, hierbei ermittelt der FP400 alle Personen, der Ein- und Ausgänge und verlässt sich nicht nur auf sein Radarbild. Als Feature preist man zudem eine Aufenthaltsanalyse an, um durchschnittliche Verweildauern zu ermitteln. Per Matter lässt sich der Präsenzmelder an verschiedene Smart-Home-Ökosysteme, etwa Apple Home, Google Home, Alexa oder Home Assistant anbinden.
Ich habe die Einrichtungsprozedur gleich zweimal durchlaufen, um auch beide Funkstandards und ihren Funktionsumfang zu prüfen. Im Auslieferungszustand läuft die Thread-Firmware. Im Zuge der Einrichtung kann man aber auf den jeweils anderen Funkstandard wechseln. Die Firmware wird direkt vom Smartphone per Bluetooth an den Sensor übertragen, entsprechend dauert das etwas.
Per Zigbee an einem passenden Aqara-Hub (für meine Testzwecke war das der Hub M3, der hier auch sonst im Einsatz ist) entfaltet der FP400 sein volles Potenzial. Nett gelöst ist die neue Einrichtungsprozedur: Hierbei wird der Raum abgeschritten, um Wände und Co nicht manuell in einer Map verzeichnen zu müssen. Zudem kann man einen „Ruhezustand“ anlernen, damit der Sensor etwa nicht auf einen Ventilator reagiert. Haustiere habe ich keine entsprechend kann ich nicht Aufschluss darüber geben, inwieweit diese Fehlerkennungen produzieren. Ich für meinen Teil habe in meinen ersten Eindrücken die Erkennung allerdings als genauer als beim FP2 empfunden, unfehlbar ist die Erkennung dennoch nicht.
In meinem Fall hat die Erkennung und genaue Position recht gut funktioniert. Der Standort von Personen im Raum wird direkt innerhalb der Aqara-App visualisiert. Zeitweise kommt es, je nach Gegebenheiten, zu Fehlerkennungen. Die sind sicherlich verschmerzbar, so wird beispielsweise eine Person doppelt erkannt. Ansonsten kann neben der Beleuchtungsstärke im Raum auch die Zeit der Anwesenheit sowie die Anzahl der erkannten Personen im Raum ermittelt werden. Schön wäre es, wie beim FP300 auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit mitzuerfassen, damit es hierfür keinen separaten Sensor gibt – zumal es hier ja keine Limitierungen zwecks Stromversorgung gibt.
Setzt ihr auf einen Aqara Hub, dann profitiert ihr von der Stärke des FP400, wie der FP2, mehrere Zonen