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UN-Bericht: Veraltete Zieldaten führten zu US-Angriff auf iranische Schule
Die UN sieht im US-Angriff auf eine Schule im Iran ein Kriegsverbrechen. Veraltete Zieldaten belasten dabei das US-Militär. Palantir rückt erneut in den Fokus.
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Eine vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte unabhängige Ermittlungsmission macht die USA für den tödlichen Luftangriff auf eine Grundschule im südiranischen Minab am 28. Februar 2026 verantwortlich. In ihrem Bericht kommt die Mission zu dem Schluss, es gebe „hinreichende Anhaltspunkte für die Annahme, dass die Vereinigten Staaten ein Kriegsverbrechen begangen haben, indem sie wahllose Angriffe durchführten, die Zivilisten töteten oder verletzten oder zivile Objekte beschädigten“.
Insbesondere stufen die Ermittler den Einschlag von Marschflugkörpern in eine Grundschule im iranischen Minab nicht als Kollateralschaden oder Fehlschuss ein: Das Schulgebäude selbst sei der beabsichtigte Zielpunkt gewesen. Laut dem Bericht stimmten „glaubwürdige Organisationen der Zivilgesellschaft [...] darin überein, dass die verfügbaren Beweise auf eine Verantwortlichkeit der Vereinigten Staaten hindeuten und dass Mängel bei der Zielüberprüfung, einschließlich der Verwendung veralteter Erkenntnisse, die wahrscheinlichste Erklärung für den Angriff auf die Schule waren“. Nach Aussagen von Überlebenden traf die erste Rakete das Erdgeschoss; als Lehrkräfte die Kinder daraufhin in einen Gebetsraum im Obergeschoss brachten, schlug dort kurz darauf die zweite ein und tötete die meisten Opfer.
Bei dem Angriff auf die Shajareh-Tayyebeh-Grundschule wurden nach Angaben lokaler Behörden und unabhängiger Zählungen mindestens 156 Menschen getötet, darunter über 120 Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren. Anhand von Trümmerteilen und Bildanalysen identifizierten auf Munitionsbestimmung spezialisierte Organisationen sowie Waffenexperten der UN-Mission eingesetzte RGM/UGM-109-Tomahawk-Marschflugkörper. Da im Konfliktgebiet ausschließlich die USA über diese Lenkwaffen verfügten, ordnet die Mission den Angriff den US-Streitkräften zu. Zudem hatte US-Centcom-Kommandeur Brad Cooper am 19. Mai bestätigt, dass vorläufige Ergebnisse einer internen Pentagon-Prüfung einen Zusammenhang mit einem US-Einsatz nahelegen.
Die UN-Ermittler (PDF) werfen den USA schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht vor, namentlich gegen das Unterscheidungsgebot zwischen zivilen und militärischen Objekten sowie gegen das Vorsorgeprinzip. Das Gelände grenzte zwar an eine Anlage der Revolutionsgarden (IRGC), war jedoch seit Jahren durch eine Mauer baulich getrennt und wies klare Merkmale einer Schule auf – darunter Spielplätze, Wandmalereien und entsprechende Beschilderung.
Dass der Standort dennoch attackiert wurde, führen die UN-Prüfer auf veraltete Zieldatenbanken und eine eklatant mangelhafte Zielüberprüfung im Vorfeld zurück. Da die US-Militärs die offenkundigen Risiken für zivile Objekte ignoriert hätten, sieht die Mission hinreichende Anhaltspunkte für ein Kriegsverbrechen in Form eines wahllosen Angriffs. Als Kriegsverbrechen wertet die Mission auch einen zweiten US-Angriff vom selben Tag: In Lamerd verteilte eine Precision Strike Missile (PrSM) rund 180.000 Wolframkugeln über einem Sportzentrum und einer Grundschule, 22 Menschen starben, mehr als 100 wurden verletzt.
Parallel zum UN-Bericht liefert der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg neue Details zur internen Fehlerkette im US-Militär. Dies berichten Personen, die mit einer weiterhin nicht veröffentlichten Untersuchung des Pentagons vertraut sind. Demnach stützte sich der Angriff maßgeblich auf Palantirs Militärsoftware „Maven Smart System“. Bereits im März 2026 stand Maven wegen veralteter Datenbanken in der Kritik.
Demnach war das Schulgebäude in veralteten US-Geheimdienstdaten noch fälschlich als aktive IRGC-Militärliegenschaft eingetragen. Palantirs Maven-System, das zur Aggregation, Analyse und Priorisierung von