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Steam - »Absolut historisch« - Eine Änderung auf Steam wirkt unscheinbar, aber ihr profitiert enorm davon
Ihr habt aktuell viel häufiger auch kleine Spiele auf der Steam-Startseite.
Als Indie-Entwickler erfolgreich Spiele unter die Leute zu bringen, war nie so schwierig wie heute. Ohne Plattformen wie Steam wäre es aber noch eine ganze Ecke härter.
Valve scheint sich dieser Verantwortung bewusst zu sein, denn still und heimlich wurde eine Kleinigkeit an der Startseite verändert, die jenen Indie-Spielen zu höheren Reichweiten verhilft – und euch passendere Titel vorschlägt.
Die Rede ist von dem Bereich der Startseite, der euch meist weit oben auf Rabatte und Events aufmerksam macht. Zuweilen finden sich hier große und/oder beliebte Titel, deren Preise gerade saftig reduziert sind. Seit ein paar Tagen werden an dieser Stelle aber vermehrt auch Indie-Titel und unbekanntere Spiele angezeigt, die mehr auf den persönlichen Interessen des Users zugeschnitten sind.
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25:21
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Aufgefallen ist diese Änderung dem Branchen-Analyst Simon Carless. Tim Bender, CEO von Hooded Horse (Publisher für Manor Lords), griff dessen Newsletter in einem Post auf Linkedin auf:
Wer Steam nicht gerade obsessiv verfolgt, hat den Vorher-Nachher-Vergleich vielleicht nicht direkt vor Augen, aber früher war dieser Bereich stark auf die absoluten Bestseller ausgerichtet. Jetzt tauchen dort plötzlich auch Indie-Perlen auf – genau die Art von Spielen, die ich liebe –, die nur zwischen hundert und einigen tausend Rezensionen aufweisen.
Andere Male werden mir Titel wie die »Gold Box«-Spiele von Dungeons & Dragons aus den späten 80ern und frühen 90ern vorgeschlagen, die seit ihrer Wiederveröffentlichung auf Steam vor vier Jahren weniger als 300 Rezensionen erhalten haben – für mich einfach perfekt.
Bender untermauert seine Beobachtung mit einigen Zahlen aus Traffic-Daten, die ihm vorliegen. So habe ein Indie-Titel fast alle seiner 7.355 Seitenbesucher über genau diesen Block auf der Startseite zu sich geholt. Befreundete Entwickler berichteten von etwas ganz Ähnlichem: »Aus ursprünglich praktisch null Besuchen wurden plötzlich einige Tausend.« Auch etwas bekanntere Titel, die Hooded Horse vertreibt, profitieren laut Bender von der Änderung.
Die Store-Anpassung sieht der Publishing-Chef als einzelnes Zahnrad in einem »absolut historischen Lauf zur Verbesserung von Auffindbarkeit [Anm.: ›discoverability‹]«. Steam biete derzeit das beste Store-Erlebnis seiner Klasse und das würde mit der Zeit immer besser werden.