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Technik aus Europa - »Wir verkaufen keinen einzigen Euro in Europa«: ASML ist Europas Technologie-Aushängeschild – und zeigt zugleich unsere industrielle Schwäche
Einer der Maschinen von ASML: die TWINSCAN EXE:5000 kann mehr als 185 Wafer pro Stunde belichten. (Bildquelle: ASML)
Der niederländische Lithografie-Riese ASML verzeichnete im zweiten Quartal 2026 null Prozent seiner Maschinenverkäufe in Europa. Eine Zahl, die das industrielle Kernproblem des Kontinents unmissverständlich offenlegt.
»Wir verkaufen überhaupt nichts in Europa. Das passiert, weil Europa nicht investiert und weil hier keine Chipfabriken gebaut werden.«
Diese schonungslosen Worte fand Frank Heemskerk, Executive Vice President von ASML, kürzlich bei einem Auftritt in Amsterdam. Eine Aussage, die in der Branche zwar kaum überrascht, euch aber den gewaltigen Rückstand des alten Kontinents gegenüber den weltweit führenden Halbleiternationen noch einmal drastisch vor Augen führt.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Xataka und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
ASML gilt unbestritten als eines der wichtigsten Unternehmen der globalen Tech-Industrie. Die Lithografiesysteme des Konzerns sind unverzichtbar, um die weltweit modernsten Chips herzustellen. Doch obwohl das Unternehmen seinen Hauptsitz in den Niederlanden hat, machte Europa im zweiten Quartal 2026 nicht einmal einen einzigen Prozentpunkt bei den Verkäufen seiner Fertigungsanlagen aus.
Das bedeutet nicht, dass ASML in Europa über keinerlei Kundschaft, Einnahmen oder Aktivitäten verfügt. Die Null Prozent beziehen sich rein auf den Verkauf neuer Lithografiemaschinen im jüngsten Quartal – nicht auf den gesamten Unternehmensumsatz, der auch Wartung und Dienstleistungen umfasst.
Dennoch bleibt der Befund ein deutliches Alarmsignal: Er zeigt schwarz auf weiß, dass die milliardenschweren Ausbauten von Fertigungskapazitäten fast ausschließlich außerhalb Europas stattfinden.
Die offiziellen Geschäftszahlen von ASML belegen dieses Missverhältnis deutlich. Von den 6.600 Millionen Euro, die das Unternehmen im zweiten Quartal durch den Verkauf von Lithografiesystemen umsetzte, verteilten sich die Erlöse wie folgt:
Das Bild ist eindeutig: Asien bündelt den absoluten Löwenanteil dieser Schlüsseltechnologie auf sich – ungeachtet aller Bestrebungen der USA, in diesem strategischen Bereich wieder an Boden zu gewinnen.