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Europäischer Software-Stack für Quantencomputer
Im September ist das europäische Forschungsprojekt Q-VERSE gestartet. Es soll einen Software-Stack für Quantencomputer entwickeln, der verschiedene Hardwareplattformen unterstützt. Das Projekt soll damit eine gemeinsame Grundlage für die Entwicklung und Nutzung von Quantenanwendungen schaffen, eine Art Linux für Quantencomputer.
Das Institut Fraunhofer FOKUS koordiniert das auf drei Jahre angelegte Projekt. Die Europäische Union fördert Q-VERSE im Rahmen von Horizon Europe mit 4,9 Millionen Euro. Insgesamt beteiligen sich 13 Partner, darunter die DB Systel GmbH, die Eclipse Foundation, Multiverse, das Simula Research Laboratory und die Hochschule RheinMain.
Als Grundlage dient Eclipse Qrisp, ein Open-Source-Framework für die Quantenprogrammierung, das Fraunhofer FOKUS initiiert hat. Die Projektpartner wollen darauf weitere Komponenten und Werkzeuge entwickeln, die sich unabhängig von einer bestimmten Quantencomputer-Architektur einsetzen lassen.
Q-VERSE steht für „Quantum Virtual Ecosystem for a unified Runtime-agnostic Software Engineering“. Nach Angaben von Fraunhofer FOKUS soll der Ansatz die Entwicklung von Quantenanwendungen über unterschiedliche Hardwareplattformen hinweg ermöglichen. „Mit Q-VERSE sollen Entwicklerinnen und Entwickler zukünftig Quantenanwendungen Hardware-unabhängig schreiben können – eine Art Linux für Quantencomputer“, sagt Professor Nikolay Tcholtchev, Gruppenleiter Quality Engineering für Urbane IKT und Quantencomputing bei Fraunhofer FOKUS.
Die Projektpartner wollen Eclipse Qrisp zudem als gemeinsamen Standard für die Programmierung von Quantencomputern etablieren. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Quantentechnologien erleichtert werden. Als mögliche Anwendungsfelder nennen die Beteiligten unter anderem IT-Sicherheit, Telekommunikation, Eisenbahn und die Portfolio-Optimierung im Finanzwesen.
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