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Züge aus dem Büro steuern: Wie RTO den Bahnbetrieb revolutionieren soll
Per RTO wollen Bahnen Lokführer effizienter einsetzen. Wir haben mit Alstom und ProRail über Projekte für München und die Niederlande gesprochen.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Neben der Automated Train Operation (ATO) ist auch die Remote Train Operation (RTO) auf der Innotrans ein wichtiges Thema gewesen. Während das automatische Fahren die Zahl der Lok- und Triebfahrzeugführer (TF) deutlich reduzieren kann, aber hohe Hürden hat, kann über die Fernsteuerung das knappe Personal effizienter eingesetzt werden.
Doch ATO ist eine große Herausforderung, der sich Siemens Mobility zusammen mit Partnern gestellt hat. Wir fuhren bereits im Vorfeld der Innotrans mit einem ATO-Testzug im Norden Berlins mit.
ATO ist bei Siemens die Basis für eine spätere Nutzung von RTO. Auf der Innotrans wurden hingegen auch Projekte gezeigt, die primär auf RTO ausgelegt sind. Das Fahrpersonal sitzt samt Bedienpult und Bildschirmen in einem Büro, während der Zug sich auf der Strecke ganz ohne lokales Personal bewegt. So weit die Idealvorstellung.
In der Praxis ist man freilich noch nicht so weit und ein Safety Driver fährt zur Gewährleistung der Sicherheit im Zug mit. Das kennt man auch von autonomen Fahrzeugtests auf der Straße.
Zwei sehr unterschiedliche Projekte haben wir uns genauer angesehen: Alstom arbeitet zusammen mit der S-Bahn München an einem Projekt, um ferngesteuerte Depotfahrten zu ermöglichen, und die niederländische ProRail mit DB Cargo und dem RTO-Spezialisten Otiv daran, Güterzüge auf Hauptstrecken fernzusteuern.
Wie wir bereits während des ATO-Tests bei Siemens erfahren haben: Die S-Bahn München ist an solchen Systemen sehr interessiert. Notwendig sind nämlich 50 bis 60 der insgesamt 800 TF, um die Triebzüge im Depotbereich zu steuern. Die S-Bahn München arbeitet daher mit Alstom zusammen, um zumindest dieses Personal effizienter einsetzen zu können.
Für diesen Zweck hat Alstom eine S-Bahn der Baureihe 423 für RTO umgebaut. Nördlich von Berlin, in Hennigsdorf, fuhr der Zug regelmäßig Demofahrten, während auf dem Messegelände in Berlin ein Fahrer an einem Stellpult mit mehreren Bildschirmen saß und das System live demonstrierte.
Alstom fuhr in Hennigsdorf nur auf einem Werksgleis hin und her. Doch selbst in dieser Situation zeigten sich Vorteile. Während für das schnelle Hin- und Herfahren zwei Safety Driver in den Fahrerkabinen saßen, konnte der Fahrer in Berlin in weniger als zehn Sekunden den Führerstand wechseln.