// LINUX-MAGAZIN — LINUX & OPEN SOURCE
OpenShot 4.0.1 und Shotcut 26.9.27: Kleine Updates, große Wirkung
Die Videoschnittprogramme OpenShot und Shotcut liegen jeweils in neuen Versionen vor. Trotz der kleinen Versionssprünge bringen beide Tools neue Funktionen mit, die sich in der Praxis arbeitssparend auswirken können – teilweise sogar drastisch.
So optimiert OpenShot 4.0.1 das Rasierklingenwerkzeug für den Schnitt: Fährt man mit ihm über ein Video, erscheint der Frame unter der Maus in der Vorschau. Über dem Clip liegende Kollegen spielen dabei keine Rolle. Eine gestrichelte Linie markiert gleichzeitig die Position, an der ein Schnitt bei einem Mausklick erfolgen würde. Über der Maus erscheint zudem der entsprechende Timecode und ein Hinweis (Action Hint). Diese ganzen Hilfen ermöglichen einen schnelleren, Frame-genauen Schnitt. Per gedrücktem [Umschalt] oder [Strg] beim Klick entfernt OpenShot automatisch noch die rechte beziehungsweise linke Seite des zweigeteilten Clips, [Alt] schließt zusätzlich die dabei entstehende Lücke (Ripple Cut).
Zoomt man in OpenShot in die Timeline so weit hinein, dass der Clip über den Rand hinausragt, bleiben ab sofort die Beschriftungen wie der Dateiname weiter eingeblendet. Die Anfasser für das Zoom-Werkzeug der Timeline lassen sich zudem leichter verschieben. Weitere Optimierungen an der Benutzeroberfläche beschleunigen die Arbeit mit Keyframes und Farbkorrekturen. Beim Screenrecording sollen Ton und Video nicht mehr so einfach auseinanderlaufen, sondern besser synchron bleiben.
Shotcut 26.9.27 kommt nicht nur mit einem überarbeiteten Logo, sondern auch einer aufgehübschten Benutzeroberfläche. Letztgenannte weist vor allem mehr Rundungen auf. Größere Änderungen gab es bei der Audioverarbeitung: Ein automtatisches Ducking passt die Audio-Lautstärke eines Tracks an die Tracks darüber an.
Die Header der Zeitleiste offerieren neben einer Lautstärkeanzeige auch einen Lautstärkeregler. Das verwandelt die Timeline in einen kleinen Mixer und macht ein entsprechendes weiteres Panel überflüssig. Die Audio-Pipeline arbeitet zudem durchgängig mit 32-Bit-Fließkommazahlen, was eine konstant hohe Audioqualität sicherstellt. Um den Gain eines Clips nicht versehentlich zu verstellen, muss man ab sofort für eine Gain-Anpassung die Tasten [Strg]+[Alt] gedrückt halten.
Über das Timeline-Menü lässt sich ein „Adjustment Clip“ erzeugen, der kein Video enthält. Mit ihm kann man elegant Filter auf alle Videos in den Tracks unter ihm anwenden. Abschließend schließt Shotcut 26.9.27 einige Sicherheitslücken. Unter anderem ignoriert Shotcut keine Zertifikate mehr und akzeptiert nur noch Upgrades von shotcut.org.
Die Plattform Red Hat AI erhält nach Angaben von Red Hat mit Version 3.5 neue Funktionen für den Betrieb von KI-Anwendungen in hybriden IT-Umgebungen.
Suse hat kürzlich bekannt gegeben, dass Ian Halifax als Chief Financial Officer (CFO) zurücktritt und Stefan Gaiser ab sofort seine Nachfolge antritt.
Im September ist das europäische Forschungsprojekt Q-VERSE gestartet. Es soll einen Software-Stack für Quantencomputer entwickeln, der verschiedene Hardwareplattformen unterstützt. Das Projekt soll damit eine gemeinsame Grundlage für die Entwicklung und Nutzung von Quantenanwendungen schaffen,...
Nach einem erneuten Ausbruch eines KI-Agenten aus einer Testumgebung, die in diesem Fall nach dem Hugging-Face-Vorfall bereits besonders gesichert war, pausiert OpenAI das Training seiner Tools nutzenden stärksten Modelle.