// COMPUTERBASE — SPAZIO & SCIENZA
GDDR7-Roadmaps: 4 GB pro Chip bald zu erwarten, 6 GB ein wildes Gerücht
Im nächsten oder übernächsten Jahr sollen GDDR7-Chips mit 4 GB (32 Gbit) Speicherkapazität erscheinen, behauptet eine in der Regel treffsichere Quelle aus China. Das würde durchaus zu Microns Roadmap passen. Dass aber auch schon Chips mit 6 GB (48 Gbit) bald kommen, ist stark anzuzweifeln.
Der User Golden Pig Upgrade aus dem Weibo-Forum hat schon für manche richtige Information gesorgt. Dennoch sind seine Aussagen zu neuen GDDR7-Chips mit Vorsicht zu genießen und vorerst als Gerücht einzuordnen. In einem Posting spricht er davon, dass GDDR7 mit 4 GB und 6 GB im nächsten Jahr oder übernächsten Jahr erhältlich sein wird. Für GDDR7 mit 4 GB erscheint dies nicht abwegig, denn Micron hatte auf einer Roadmap schon einmal GDDR7 mit mehr Speicherkapazität als das aktuelle Maximum von 3 GB (24 Gbit) für frühestens Ende 2026 oder das Jahr 2027 in Aussicht gestellt.
Dass in kurzem Abstand dann aber schon 6-GB-Chips folgen sollen, ist aus Sicht der Redaktion sehr unwahrscheinlich. Noch nicht einmal klassischer DRAM ist bei 6 GB respektive 48 Gbit angekommen. Ob SK Hynix vielleicht auf seiner Roadmap mit „GDDR7 Next“ doch bereits jene 6-GB-Chips meinte? Hier wurde allerdings ein Zeitrahmen von 2029 bis 2031 anvisiert. Zudem wurde eher vermutet, dass dahinter bereits der Nachfolger GDDR8 stecken dürfte. Für GDDR7 mit 6 GB spricht daher derzeit wenig.
Das Erscheinen der 4-GB-Chips im Jahr 2027 oder 2028 würde wiederum den Erwartungen entsprechen. Eine Einsteigergrafikkarte könnte so mit nur zwei Chips mit 8 GB VRAM versorgt werden und für 16 GB wären nur vier davon nötig. Ein Flaggschiff könnte bei einseitiger Bestückung satte 64 GB Videospeicher erhalten. Die GeForce RTX 5090 kommt nämlich mit ihren sechzehn 2-GB-Chips auf 32 GB.
Erst kürzlich hat sich angedeutet, dass AMD bei der kommenden Radeon-Generation mit RDNA-5-Architektur erstmals GDDR7 einsetzen wird. Bislang bietet nur Nvidia den jüngsten Speicherstandard.
In Zeiten der Speicherkrise bleibt aber auch die Frage nach den Preisen und der Verfügbarkeit. Wie VideoCardz berichtet, sind die noch selten verbauten 3-GB-Chips knapp und teuer. Darum sollen sich neue Grafikkarten wie die GeForce RTX 5050 mit 9 GB und das RTX 50 Super Refresh auch verspäten.