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Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien: Festgenommene sind Briten
Nach dem möglichen Anschlagsversuch nahe eines britischen Luftwaffenstützpunktes gibt es neue Erkenntnisse. Die Festgenommenen sind Briten - unter Auflagen wurden sie freigelassen. Die Polizei prüft einen möglichen Auftrag eines "fremden Staats".
Die fünf in Großbritannien unter Terrorverdacht festgenommenen Männer haben alle die britische Staatsangehörigkeit und sind zwischen 23 und 25 Jahre alt. Nach Angaben der britischen Polizei haben sich "mehrere neue Ermittlungsansätze" ergeben. Am Nachmittag teilte Laurence Taylor, Leiter der Anti-Terror-Polizei mit, die Männer seien unter Auflagen aus dem Gewahrsam freigelassen worden.
Das bedeute nicht, dass die Ermittlungen vorbei seien, sagte er. Die Beamten würden jeden möglichen Aspekt nach dem Vorfall prüfen, "einschließlich der Möglichkeit, dass dies von Stellvertretern oder Einzelpersonen absichtlich oder unwissentlich im Auftrag eines fremden Staates verübt wurde", so Taylor weiter.
In der Nacht zum Sonntag waren sie nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford festgenommen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt. Ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Die Polizei spricht von einer "äußert komplexen und großangelegten Operation", an der lokale und nationale Behörden und das Verteidigungsministerium sowie weitere Stellen beteiligt seien.
Großeinsatz von Anti-Terroreinheiten beim britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford. Fünf Männer wurden festgenommen.
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Britische Medien hatten zuvor über eine mögliche Verbindung des Vorfalls zu Iran spekuliert. Auch russische Sabotage oder ein islamistisches Motiv scheinen derzeit nicht ausgeschlossen zu werden. Die iranische Botschaft in London wies die Spekulationen laut einer Stellungnahme entschieden zurück und verurteilt sie aufs Schärfste. Die Mutmaßungen dienten "keinem anderen Zweck, als die antiiranische Propaganda im Vereinigten Königreich weiter anzuheizen", hieß es.
Vicki Evans, Senior National Coordinator bei der britischen Anti-Terror-Polizei, sagte, sie sei sich bewusst, in welchem Ausmaß über die Motive hinter diesem Vorfall spekuliert werde und welche geopolitischen Fragen dabei aufgeworfen würden. Den Ermittlungen solle aber zum jetzigen Zeitpunkt der nötige Raum gegeben werden, damit sorgfältig und zielgerichtet gearbeitet werden könne.
In einer Rede vor den Vereinten Nationen hat Irans Präsident Peseschkian eine internationale Ordnung der "Gewalttätigen" beklagt - und sich gegen US-Präsident Trumps Drohungen gewehrt.
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Der Luftwaffenstützpunkt Fairford gehört Großbritannien, wurde aber bei Konflikten im Nahen Osten wiederholt von US-Bombern genutzt. Auch während des Iran-Kriegs starteten von dort amerikanische Flugzeuge. Die Islamische Revolutionsgarde hatte Großbritannien im Juli davor gewarnt, US-Bombern den Abflug von Fairford zu gestatten.
US-Präsident Donald Trump sagte, die festgenommenen Männer hätten "großen Schaden" anrichten wollen. Die Festnahme sei großartig gewesen, so Trump.