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Ubisoft nennt ihren neuen Vorstoß in der KI-Entwicklung angeblich "Motherbrain"
Markenanmeldungen enthüllen die Pläne des Publishers: Unter neuem Namen treibt der Spieleentwickler die Erstellung von KI-Inhalten voran.
Ubisoft nennt seine neueste Generative-AI-Initiative intern offenbar „Motherbrain“. Genau, so wie der böse Supercomputer aus Nintendos Metroid-Reihe, der sich in ein ekliges Gehirn-im-Glas-Monster verwandelt. Das geht zumindest aus Markenanmeldungen des Publishers hinter Assassin's Creed und Far Cry hervor.
Wie The Game File zuerst berichtete und Kotaku aufgriff, nutzen einige aktuelle Markenanmeldungen diesen absolut-nicht-unheimlichen Begriff. Damit fasst das Unternehmen seine verschiedenen Gen-AI-Pläne zusammen.
Dem Bericht zufolge erwähnt ein Eintrag eine „herunterladbare Computersoftware, die Künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um Videospiele und interaktive Inhalte zu erstellen“. Ein anderer bezieht sich auf einen KI-Dienst. Dieser soll sowohl „Daten analysieren als auch mit Menschen interagieren“ sowie der Forschung und Entwicklung von „Software mit Künstlicher Intelligenz“ dienen.
Öffentlich hat Ubisoft „Motherbrain“ bisher noch nicht erwähnt. Der Begriff kursiert anscheinend nur intern in den Fluren des Publishers. Ubisoft zeigt sich jedoch schon seit einer ganzen Weile ziemlich begeistert von der umstrittenen Technologie und ihren potenziellen Einsatzmöglichkeiten in der Spieleentwicklung.
Bereits 2023 präsentierte Ubisoft ein Gen-AI-Ghostwriting-Tool. Es trägt den eleganten Namen Ghostwriter. Das Programm soll Spieleentwickler dabei unterstützen, Hintergrunddialoge für NPCs zu schreiben. Ende letzten Jahres behauptete Ubisoft-CEO Yves Guillemot, dass das Unternehmen Generative AI mittlerweile abteilungsübergreifend einsetzt. Er bezeichnete die Technologie als „Revolution“ – vergleichbar mit dem Sprung von 2D- zu 3D-Spielen. Erst diesen Sommer gab der Publisher zudem an, die Investitionen in Teammates zu „beschleunigen“. Bei diesem Shooter handelt es sich um Ubisofts „erste spielbare Generative-AI-Erfahrung“.
Ob sich diese Initiative am Ende tatsächlich in ein stacheliges, einäugiges Gehirn verwandelt? Das wird nur die Zeit zeigen.
All das passiert, nachdem Ubisoft zwei Studios geschlossen, sechs Projekte eingestampft und im Rahmen einer sogenannten großen Umstrukturierung im Januar dieses Jahres Entwickler entlassen hat. Vor wenigen Monaten machte der Publisher zwei weitere Studios dicht und strukturierte ein drittes um. Dabei fielen rund 380 weitere Arbeitsplätze weg.