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Firefox 157 mit neuem Nova-Design
Firefox 157, der am heutigen Nachmittag offiziell freigegeben wird, schaltet mit dem neuen Nova-Design die größte optische Anpassung des Browsers seit Firefox 89 vom Juni 2021 frei, die unter dem Namen Proton verteilt wurde. Weitere Design-Anpassungen der letzten Dekade waren Australis mit Firefox 29 im April 2014, und Photon mit Firefox 57 im November 2017. Das Nova-Design baut auf dem bisherigen Proton-Design auf, bringt jedoch deutlich mehr Pastellfarben, Rundungen und neue Komfortfunktionen in die Benutzeroberfläche. Mozilla informiert auf seinem Blog ausführlich über das neue Gesicht des Browsers.
„Die größte optische Überarbeitung von Firefox seit Jahren, intern als Project Nova bezeichnet, ist nun verfügbar und bietet ein modernisiertes Erscheinungsbild für die Benutzeroberfläche, die Seitenleiste und die Menüs, das auf unserem aktualisierten Designsystem basiert. Außerdem enthält das Update neue integrierte Designs mit hellen und dunklen Varianten, sodass Sie das Erscheinungsbild von Firefox mit einem Klick anpassen können, sowie einen neuen Kompaktmodus, der den Abstand zwischen Symbolleiste und Registerkarten verringert, um Ihnen mehr Platz für Webinhalte zu bieten – besonders nützlich auf kleineren Bildschirmen und bei geteilten Bildschirmansichten.”
Wie immer bei solch durchgreifenden Designänderungen wird auch Nova nicht überall Zustimmung finden. Für diesen Fall ist die Rückkehr zum bisherigen Aussehen schnell erledigt. Dazu dient in about:config der Schalter browser.nova.enabled, der in diesem Fall auf false zu setzen ist.
Mit Firefox 157 kehrt der von der Community immer wieder eingeforderte Compact Mode erneut in den Browser zurück. Dieser Modus mit verringertem Abstand innerhalb der Symbolleiste, der Tabs und der Menüeinträge für kleinere Bildschirme war in den vergangenen fünf Jahren nur über einen Konfigurationsschalter in about:config zugänglich. Jetzt kann die platzsparende Ansicht wieder in den Einstellungen unter Erscheinungsbild → Dichte des Fensters ausgewählt werden. Eine Auto-Einstellung schaltet die Funktion auf Wunsch ein, wenn das angemessen scheint.
WebRTC kann AV1-Videostreams jetzt auf geeigneter Hardware per Hardware-Decoding verarbeiten. Das ist vorwiegend für Videokonferenzen und andere Echtzeitkommunikation relevant, weil Firefox AV1 dort bislang per Software dekodierte. Das kann insbesondere bei höher aufgelösten Streams CPU-Last und Energieverbrauch senken. Zudem hat Mozilla die HDR-Videowiedergabe weiter korrigiert. Dazu gehören hauptsächlich Fehler bei HDR-Inhalten sowie Verbesserungen bei der Synchronisation von Audio und Video, wenn die Wiedergabegeschwindigkeit verändert wird.
Amazon gehört nicht mehr zu den vorinstallierten Suchmaschinen und muss bei Bedarf manuell hinzugefügt werden. Für Unternehmen kommt eine neue Richtlinie für die lokale Spracherkennung hinzu. Über AIControls lässt sich SpeechRecognition freigeben oder blockieren und die Einstellung gegebenenfalls sperren. Für Administratoren interessant: about:policies meldet jetzt präziser, wenn eine Richtlinie nur teilweise angewendet werden konnte. Statt eine solche Richtlinie pauschal als aktiv aufzuführen, zeigt Firefox den fehlerhaften Eintrag an. Daneben behebt Mozilla Fehler bei den Unternehmensrichtlinien Homepage und Handlers.
Zeitgleich mit Firefox 157 werden Firefox 153.4 ESR, 140.17 ESR und 115.42 ESR freigegeben. Firefox 140 ESR wird dabei letztmalig unterstützt. Firefox 157 kann bereits seit gestern vom Mozilla-FTP-Server heruntergeladen werden, die offiziellen Release Notes sind ab dem Nachmittag einsehbar.