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Firefox: Fünf Jahre Proton sind vorbei
Mozilla hat Firefox 157 veröffentlicht. Das neue Design ist für alle Nutzer freigeschaltet, der Kompaktmodus kehrt zurück.
Mozilla hat Firefox 157 veröffentlicht und schaltet damit das neue Design des Browsers für alle Nutzer frei. Farben, Icons und Themes sind überarbeitet, von Tabs und Symbolleiste über die Seitenleiste bis zu den Menüs. Das neue Erscheinungsbild kommt auch auf die Mobilversionen. Nutzer, die mehr Platz für Webinhalte wollen, erhalten wieder einen offiziellen Kompaktmodus. Außerdem dekodiert Firefox AV1-Video in WebRTC-Anrufen jetzt in Hardware und warnt, wenn jemand die Protokollierung von Verschlüsselungsschlüsseln eingerichtet hat.
In den Release Notes zu Firefox 157 spricht Mozilla von der größten visuellen Überarbeitung seit Jahren. Sie baut auf dem aktualisierten Designsystem des Browsers auf. In seinem Blog verweist Mozilla auch auf die Neuer-Tab-Seite und den privaten Modus. Die Entwickler gehen davon aus, dass das neue Design auf den Clients keine Leistung kostet. Für Desktop und Mobilgeräte gilt jetzt eine gemeinsame Designsprache, auf der künftige Funktionen aufbauen sollen.
Neu ist das Design zumindest für Tester nicht: Intern lief das Projekt als „Project Nova“. Seit Ende Juli konnten Nutzer der Vorabversion die nächste Design-Evolution von Firefox in Nightly ausprobieren, wie Mozilla in seinem Nightly-Blog beschrieb. Die Leitlinien wurden bereits im Mai in einem Blogbeitrag zum neuen Firefox-Design vorgestellt. Dort wurde bereits klar, dass Nutzer unter anderem weicher geformte Tabs erwarten können, bei denen ein dezenter Farbverlauf den aktiven Tab stärker hervorhebt.
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Firefox solle sich „aktuell, aber nicht generisch“ anfühlen, „warm, aber trotzdem präzise“, zitiert Mozilla seine eigene Vorgabe. Große Umbauten der Oberfläche gab es bislang in größeren Abständen. 2017 brachte Firefox 57 die Photon-Oberfläche, 2021 folgte mit Firefox 89 das Proton-Design.
Den Kompaktmodus nennt Mozilla als Reaktion auf die Rückmeldungen aus der Testphase. Viele Nutzer wollten mehr in ihr Browserfenster bekommen, schreibt das Unternehmen. Der Modus verkleinert die Abstände in Tab- und Symbolleiste. Das soll vor allem auf kleinen Bildschirmen und bei geteilter Ansicht mit zwei Seiten nebeneinander helfen. Eine Automatikoption schaltet auf kleinen Displays selbst in die kompakte Darstellung.
Damit endet ein Streitpunkt, der seit dem Proton-Redesign schwelt. Seit Firefox 89 fehlte die Dichteoption „Kompakt“ im Anpassen-Dialog, ließ sich aber weiterhin über about:config aktivieren. Nötig war dafür der Schalter browser.compactmode.show. Anschließend tauchte die Option mit dem Zusatz „Compact (not supported)“ wieder auf, was nur bedeutete, dass Mozilla sie nicht mehr offiziell testete.
Neu ist außerdem eine Theme-Auswahl, in der Nutzer zwischen neuen Themes und Hintergrundbildern wechseln. Die eingebauten Themes gibt es jeweils in einer hellen und einer dunklen Variante. Auch die Neuer-Tab-Seite wird überarbeitet; dort können Nutzer Verknüpfungen anpinnen. Diese Neuerungen verteilt Mozilla schrittweise.