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Gears of War: E-Day im Test – ein brachiales Kriegsspektakel und die beste Kampagne der Reihe
The Coalition liefert mit dem düsteren Prequel einen technischen Xbox-Meilenstein. Der schonungslose Kampf gegen die Locust packt von der ersten Sekunde an.
In einem Eurogamer-Interview in der vergangenen Woche – noch bevor ich Gears of War: E-Day überhaupt selbst spielte – sagte mir Studio Creative Director Matt Searcy Folgendes über das Prequel: “Und genau dieser Augenblick ganz am Anfang, in dem die Welt glaubt, nach 80 Jahren endlich Frieden zu haben, nur um mitanzusehen, wie diese Hoffnung gänzlich zerschmettert wird – das bildet den zentralen Wendepunkt und prägt alles, was Gears of War danach ausmacht.” Nachdem ich den neuen Teil nun gespielt habe, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass er nicht zu viel versprochen hat.
Gears of War: E-Day ist ein Deckungsshooter von Entwickler The Coalition und Publisher Xbox Game Studios. Das Prequel nutzt die Unreal Engine 5 und erzählt die actionreichen Ursprünge des verheerenden Krieges gegen die Locust auf dem Planeten Sera. Das Spiel erscheint am 6. Oktober 2026 für Xbox Series X/S und PC – ein Vorabzugang mit der Premium Edition ist ab dem 1. Oktober möglich.
E-Day kehrt in vielerlei Hinsicht zu den Wurzeln von Gears of War zurück. Und der Emergence Day – der Tag, an dem die Locust-Horde erstmals über die Menschen auf Sera herfällt – ist dafür die perfekte Kulisse. Vergesst die farbenfrohere Optik aus den letzten beiden Teilen. Hier geht es dreckig zu. Blutig. Der Locust-Überfall ist brutal und exakt so wird er von der ersten Sekunde an – in einer Sequenz, die mich eher an Games wie Resident Evil erinnerte – auch dargestellt. The Coalition hält sich hier nicht zurück und das ist auch gut so. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass E-Day die bislang beste Gears-Kampagne abliefert.
Den Horror und die Schrecken der plötzlichen Aggression aus dem Inneren des Planeten erlebt ihr aus nächster Nähe mit. Marcus und Dom trinken an einem friedlich erscheinenden Abend gerade ein Bierchen zu Ehren von Doms Bruder Carlos in einer Bar in Kalona – wo sich auch eure späteren Squadmitglieder Carter und Reyes aufhalten. Die Stimmung ändert sich jedoch von einer Sekunde auf die andere, als Erdstöße die Stadt erschüttern, ausgelöst von den Locust, die aus dem Boden kommen. Auf den Straßen tummeln sich bald die ersten kleineren Monster, die Jagd auf Zivilisten machen, sie in Stücke reißen und auch euch ins Visier nehmen. Bewaffnung muss her, also macht sich der zufällig zusammengewürfelte Trupp auf den Weg zur Polizeistation, um dort ein Blutbad vorzufinden – auch das erinnert mich unweigerlich an Resident Evil 2.
Aber keine Sorge, spielerisch wandelt Gears of War: E-Day nicht auf Capcoms Survival-Horror-Spuren, sondern bleibt seiner Deckungs-Shooter-DNA treu. Der furchterregende Aspekt ergibt sich allein aus der Stimmung, dem Sounddesign und dem Auftreten der Gegner. The Coalition schafft es, dass selbst Feinde, die ihr bereits in mehreren vorherigen Teilen gesehen habt, wieder wie gefährliche, blutrünstige Monster wirken, vor denen ihr Respekt habt.
Im Spielverlauf bekommt ihr mehr als genügend blutige Beispiele dafür zu sehen, dass die Locust-Aggressoren nicht zimperlich mit den Menschen umgehen – ganz egal, ob es sich dabei um Soldaten oder um Zivilisten handelt. Niemand ist sicher und das vermittelt das Spiel in gefühlt jedem Moment. Es ist wirklich so: Wenn ihr scheinbar einen kleinen Erfolg errungen habt, folgt sogleich der nächste tiefe Locust-Schlag in die Magengrube. Je mehr Stunden ins Land ziehen, desto mehr zeigt sich der Verfall der kurz zuvor noch blühenden Metropole, das Gemetzel auf den Straßen und die Unbarmherzigkeit des Gegners, der euch immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
Gears of War: E-Day gibt von Anfang an Vollgas. Nicht unbedingt im Hinblick auf das Tempo des Spiels, sondern mehr in Bezug auf die Intensität. Und das in jeglicher Hinsicht. In der Art und Weise, wie der Locust-Angriff dargestellt wird und wie The Coalition versucht, den Charakteren Ti