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Das BSW heißt ab heute BSW - Wagenknecht nicht mehr im Parteinamen
Das Bündnis Sahra Wagenknecht gibt es nicht mehr. Seit heute hat der Parteiname nichts mehr mit der Gründerin zu tun. Das Kürzel BSW steht nun für Bündnis für Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft.
Eigentlich ist gar nichts passiert, sagt Amira Mohamed Ali am Tag der großen Umbenennung. Sie ist Co-Chefin der Partei, die sich zwar vom "Sahra Wagenknecht" im Parteinamen trennt, aber das inzwischen eingeführte Kürzel BSW lieber beibehält.
Mohamed Ali erklärt das in Bezug auf Gründerin Wagenknecht so, dass mit ihrem Namen "natürlich eine politische Richtung verbunden wird, sodass wir es einfacher haben, in die Öffentlichkeit zu kommen". Aber das sei für eine Partei keine vernünftige dauerhafte Lösung. "Und deswegen haben wir gesagt von Anfang an, wenn die Partei sich etabliert hat, werden wir sie umbenennen, und das geschieht jetzt."
Der Schritt wurde bereits im vergangenen Dezember beschlossen, aber bei den vergangenen Landtagswahlen im Osten wollte man lieber doch noch auf den Namen des bekanntesten Parteimitglieds setzen.
Analyse
29.09.2026
Drei Wochen nach der Wahl sucht die AfD in Magdeburg eine Mehrheit. Das BSW lässt sich von ihr umwerben.
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Politikwissenschaftler Jan Philipp Thomeczek forscht an der Uni Potsdam über das BSW - nun mit neuem langen Namen. Er erklärt, welches politische Angebot die Wagenknecht-Partei macht, die ab heute nicht mehr so heißt. "Das BSW hat eine Leerstelle im Parteiensystem gefüllt. Diese Kombination aus einer eher linken Sozialpolitik und einer eher konservativen Gesellschaftspolitik, gerade beim Thema Migration", sagt Thomeczek.
Und das kombiniere die Partei mit einer sehr NATO-kritischen Außenpolitik, die sich für einen Frieden in der Ukraine um jeden Preis einsetze - beispielsweise auch auf Kosten ukrainischer Gebiete, sagt der Politikwissenschaftler. "Das ist das, was die Leute anspricht. Dann kommt natürlich Sahra Wagenknecht hinzu."
Gleichwohl will sich Wagenknecht nach eigenen Angaben weiter in führender Position für das BSW engagieren.
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Bei der jüngsten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war das BSW erfolgreich, in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern scheiterte es knapp. Noch größere Wahlerfolge in Brandenburg und Thüringen brachten dem BSW Regierungsbeteiligungen und heftigen internen Streit um den richtigen politischen Kurs.