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Amazon Prime - Kein Scherz: Amazon Prime wird günstiger – allerdings nicht für alle
Die Preiserhöhung von Amazon im September 2022 ist unwirksam, so das Urteil des Obersten Gerichtshofs. (Bildquelle: Олександр Луценко - stock.adobe.com)
Wenn eine E-Mail von Netflix, Amazon oder Disney+ im Postfach landet, ist oftmals mit einer Preiserhöhung zu rechnen. Im Falle von Amazon Prime ist es diesmal jedoch anders.
Der Versandriese informiert über eine »vorübergehende Preissenkung« von 8,99 auf 7,99 Euro pro Monat beziehungsweise von 89,90 auf 69,00 Euro pro Jahr. Der neue Preis gilt bereits mit der nächsten Zahlung.
Dies betrifft jedoch nicht alle Mitglieder. Voraussetzung ist, dass die Mitgliedschaft vor dem 15. September 2022 abgeschlossen wurde und seitdem unverändert besteht.
Amazon räumt die Preissenkung nicht aus freien Stücken ein. Grund hierfür ist die Klage der Verbraucherzentrale NRW gegen den Versandriesen.
Amazon zog jedes Mal vor die nächste Instanz, bis der Bundesgerichtshof (BGH) der Verbraucherzentrale schließlich Recht gab.
Die Folgen: Die Preiserhöhung für Amazon Prime aus dem September 2022 ist damit nichtig.
Das Unternehmen hatte seinerzeit die Preise ohne Zustimmung seiner Kunden erhöht:
Amazon führte gestiegene Kosten für das Unternehmen als Begründung für die Preiserhöhung an. Dies reichte offensichtlich juristisch nicht aus, selbst wenn Amazon diese Klausel in seinen AGB verankert hat.
Das oberste Gericht entschied, dass diese Klausel gegen das Transparenzgebot (Az. III ZR 205/25) verstößt.