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macOS: CCCCorners bringt mehr Funktionen in die aktiven Ecken
von Carsten Knobloch
2. Okt. 2026 |
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Wer an seinem Mac gerne mit den aktiven Ecken arbeitet, kennt die Standardfunktionen von macOS: Schreibtisch anzeigen, Bildschirmschoner starten oder das Kontrollzentrum aufrufen. Ich kann absolut nicht ohne. Ich schrieb es bereits:
Ich bin seit jeher überzeugter Trackpad-Nutzer und verzichte weitgehend auf eine klassische Maus, außer wenn ich am Schreibtisch mit dem Display sitze. Neben Tap-to-Click gehören die bordeigenen Aktiven Ecken von macOS seit x Jahren fest zu meinem Alltag. Mauszeiger kurz in die Ecke schubsen, schon zeigen sich der Schreibtisch oder Mission Control. Wer das einmal im Muskelgedächtnis verankert hat, arbeitet verdammt flott. Aber: Die Apple-eigenen Einstellungsmöglichkeiten sind schon dünn:
Das kleine Menüleisten-Werkzeug CCCCorners (Einmalkauf, 3,99 Euronen) setzt genau an dieser Stelle an und will den Ecken des Bildschirms etwas mehr Nutzen einhauchen.
Die App erlaubt es euch, über die Bildschirmecken Programme zu starten, Tastenkombinationen auszulösen oder Kurzbefehle aus Apples Kurzbefehle-App auszuführen. Letzteres setzt mindestens macOS 12 voraus. Im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Werkzeugen benötigt das Tool laut Entwickler für seine Kernfunktionen keine Berechtigungen für Bedienungshilfen in den Systemeinstellungen.
Mit an Bord ist eine Smart-Toggle-Aktion: Schiebt ihr den Mauszeiger einmal in eine Ecke, startet die festgelegte Anwendung. Steuert ihr dieselbe Ecke erneut an, wird das Fenster wahlweise ausgeblendet, minimiert oder das Programm komplett beendet. Wer mit mehreren Monitoren arbeitet, darf sich zudem über separate Einstellungen für jedes einzelne Display freuen. Neben den vier Ecken werden auch sogenannte aktive Zonen unterstützt. Da könnt ihr dann noch rechts, links, oben und unten eure Bedingungen anlegen. Sehr cool. Bei den erweiterten Einstellungen solltet ihr euch aber vielleicht mal 10 Minuten Ruhe gönnen, um das zu verinnerlichen, wo nun was ist.
Um versehentliche Auslöser zu vermeiden, lässt sich eine Verzögerungszeit festlegen. Alternativ können Modifikatortasten wie Befehls-, Wahltaste, Control oder Shift hinterlegt werden, sodass Aktionen nur bei gedrückter Taste greifen. Auch Doppelbelegungen sind so möglich. Alternativ kann man gar Apps ausschließen. Frisch an Bord ist der sogenannte Treadmill-Modus: Statt auf einen Timer zu warten, schiebt man den Mauszeiger gegen die Ecke. Ein visuelles Signal bestätigt den Modus, danach reicht ein weiteres Schieben oder ein normaler Linksklick zum Auslösen.
Das Icon in der Menüleiste lässt sich aus acht Symbolen wählen oder komplett ausblenden. Das Werkzeug läuft dann unsichtbar im Hintergrund weiter, die Einstellungen öffnet man bei Bedarf einfach über einen erneuten Start der App aus dem Finder.
Alles in allem ganz cool und eine absolute Erweiterung meines Workflows, nachdem Super Corners momentan bei mir nicht funktioniert. Gut angelegte 3,99 Euro, wenn man das täglich hunderte Male nutzt. Ganz kann ich auf die Aktiven Ecken von macOS aber dann doch nicht verzichten. Ich habe unten links über die macOS-Funktion bisher „Desktop anzeigen“ genutzt.
Beispiel: Finder auf, linke untere Ecke, Datei anpacken, wieder rechte Ecke und der Finder zeigt sich zum Droppen. So mache ich das auch mit dem Browser, wenn ich Bilder ins WordPress-Backend packe oder Dinge von A nach B bugsiere. Aber: Bei CCCCorners ist das Anzeigen des früheren Zustands nur möglich, wenn man keine Dateien "angepackt" hat. Ich hatte mit dem Entwickler gesprochen.