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Nothing Headphone (1) Pro ausprobiert: Drei Treiber, um die Konkurrenz zu knechten?
von Felix Frank
3. Okt. 2026 |
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Nothing bringt mit den Nothing Headphone (1) Pro neue Over-Ear-Kopfhörer an den Start. Das Erstlingswerk, die Nothing Headphone (1), konnten mich im vergangenen Jahr in einigen Punkten überzeugen. Entsprechend gespannt war ich, als Nothing das Pro-Modell vorgestellt hat und ich jenes in den vergangenen Wochen ausgiebig Probehören und mit den Headphone (1) vergleichen konnte.
Ein kurzer Blick auf die technischen Spezifikationen sowie Unterschiede auf dem Papier. Der größte Unterschied des Pro-Modells steckt im Inneren: Statt eines einzelnen, von KEF abgestimmten Treibers setzt man beim Pro-Modell auf eine Dreifach-Architektur: ein 40-mm-Basstreiber, ein 13 × 8 mm großer Precision-Treiber für den Mittenbereich und ein xMEMS-Hochtöner decken gemeinsam den Frequenzbereich von 20 Hz bis 40.000 Hz ab. Auch bei der Geräuschunterdrückung legt man nach: Zehn Mikrofone statt sechs, bis zu 46 dB Dämpfung. Überarbeitet habe man zudem die dynamische Spatial-Audio-Unterstützung. Die Laufzeit fällt mit 30 Stunden mit ANC bzw. 68 Stunden ohne aus.
Ansonsten? Statt einer Stofftasche setzt man jetzt auf ein Hardcase. Neu sind zudem Bluetooth 6.1 (statt 5.3) mit Hi-Fi-Unterstützung (24 Bit/96 kHz) per LDAC-Codec, Auracast Broadcast Audio als Sender und Empfänger, um Musik gemeinsam mit anderen Personen zu hören. Ebenfalls dabei ist USB-C-Audio mit Hi-Fi-Unterstützung bis zu 24 Bit/192 kHz. Auch ein AUX-Anschluss ist vorhanden. Bei den taktilen Eingabeelementen bleibt alles identisch. Neu ist der physische Schalter Flat EQ, der Sound-Anpassungen neutralisiert.
Auch die Nothing Headphones (1) Pro lassen ihre Zugehörigkeit zum Nothing-Konzern nicht leugnen: die transparente Designsprache spricht da Bände. Der Look des Pro-Modells sagt mir – insbesondere im vorliegenden schwarzen Modell – mehr zu als bei den Headphones (1): etwas schlichter und weniger auffällig. Zudem ist es nun kein Pseudo-Transparenz-Look, sondern das Glas legt einen Blick auf die verbauten Treiber mitsamt plastischem Look offen. Materialwahl und Verarbeitung fallen weiter hochwertig – gar erstklassig – aus. Auch hier legt das Pro-Modell eine Schippe drauf: Die Abdeckung der Ohrhörer ist jetzt aus gehärtetem, kratzfestem Glas. Das wirkt nochmals etwas wertiger.
In Sachen Kratzer mache ich mir da deutlich weniger Gedanken, als bei den Headphones (1) mit Kunststoff – was ist aber mit potenziellen Stürzen? Auf der anderen Seite zieht das Glas, zumindest beim schwarzen Modell, wesentlich eher Fingerabdrücke an. Weiterhin kommt zudem Aluminium für echtes Premium-Feeling zum Einsatz.
Die Abmaße von den Headphones (1) und den Headphones (1) Pro sind identisch. Man könnte das jeweils andere Case nutzen und vice versa. Das Case aus Kunststoff ist tatsächlich nicht meins und eher ein Design-Objekt. Es ist schwer und schützt nicht alles. Ich hätte Probleme damit, die Kopfhörer so einfach in einen Rucksack zu werfen. Zudem zieht das Ganze Fingerabdrücke an. Die Kopfhörer sind weiter nicht faltbar, sondern lassen nur die Ohrmuscheln drehen, um flach verstaut zu werden. Ein Manko der Headphones (1) bleibt: „Die beiden Hörmuscheln schlagen zusammen, wenn man die Kopfhörer am Kopfband hält. Da prallt dann Aluminium auf Aluminium...“
Trotz des Gewichts hat mir der Tragekomfort zugesagt und die Kopfhörer halten problemlos auf dem Kopf ohne zu verrutschen – für den Sport ist das dennoch nichts. Die Ohrpolster fallen nun einen Tick weicher aus. Die Kopfhörer über mehrere Stunden auf den Ohren? Klappt für mich ohne Druckstellen oder Beschwerden. Das Pro-Modell sitzt etwas satter und dichtet dadurch auch etwas besser passiv ab. Positiv hervorzuheben: Für mich als Brillenträger funktioniert das auch. Sowohl vom Tragekomfort, als auch der Abdichtung.
Fetter Pluspunkt: Die Ohrpolster kann man jetzt auch selbst wechseln und als Ersatzteil bei Nothing erwerben – da zeigen sich sonst s