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AMD kann es schon lange: RTX und Arc bekommen schnellere Shader-Kompilierung
Microsoft weitet Advanced Shader Delivery auf Nvidia und Intel aus. Die Technik liefert vorkompilierte Shader mit dem Spiel aus und verkürzt damit lange Wartezeiten beim ersten Start. In Gears of War: E-Day schrumpft die Shader-Kompilierung laut Microsoft um rund 95 Prozent – von Minuten auf wenige Sekunden.
Seit Juni steht Microsofts Advanced Shader Delivery, kurz ASD, bereits für Grafikkarten auf Basis von AMDs RDNA 1 bis RDNA 4 zur Verfügung. Noch im Oktober zieht Microsoft den Kreis deutlich größer: Wie das DirectX-Team bekannt gibt, sollen alle GeForce-RTX-Grafikkarten sowie RTX Spark Unterstützung erhalten.
Bei Intel fällt die Liste kleiner aus. Unterstützt werden zunächst die Arc B570 und Arc B580 aus der Battlemage-Generation sowie die integrierten Grafikeinheiten von Core Ultra Series 2 und Series 3. Arc-Grafikkarten der älteren Alchemist-Generation nennt Microsoft hingegen nicht.
Advanced Shader Delivery setzt an einem bekannten Problem moderner PC-Spiele an. Shader müssen passend zur jeweiligen Grafikkarte und zum Treiber kompiliert werden. Geschieht das beim ersten Start gesammelt, kann der Spieler mehrere Minuten vor einem Fortschrittsbalken verbringen. Wird hingegen erst während des Spielens kompiliert, drohen die bekannten Shader-Ruckler.
ASD verlagert einen Großteil dieser Arbeit vom heimischen Prozessor in die Cloud. Aus den vom Entwickler bereitgestellten Shader-Daten und dem passenden Compiler des GPU-Herstellers erstellt Microsoft vorkompilierte Shader, die anschließend zusammen mit dem Spiel heruntergeladen werden. Nach einem Treiberwechsel kann der passende Cache automatisch erneuert werden.
Wie groß der Unterschied ausfallen kann, zeigt aktuell Gears of War: E-Day. In unserem Test benötigte ein Ryzen 7 9800X3D beim herkömmlichen Kompilieren der Shader zwischen fünf und zehn Minuten. Das Spiel geht dabei besonders gründlich vor und zeigt anschließend keine auffälligen Shader-Kompilierungsruckler.
Mit Advanced Shader Delivery reduziert sich derselbe Vorgang auf wenige Sekunden. Microsoft spricht von einer um rund 95 Prozent verkürzten Kompilierzeit. Gears of War: E-Day ist zugleich das erste Spiel, das ASD über das erweiterte Hardware-Angebot von AMD, Intel, Nvidia und Qualcomm hinweg unterstützt.
Ganz automatisch funktioniert die Technik allerdings nicht unter allen Umständen. Voraussetzung ist Windows 11 ab Version 24H2. Außerdem muss für Gears of War: E-Day die Xbox-PC-App installiert sein, bevor das Spiel heruntergeladen wird. Das gilt auch dann, wenn der Titel über Steam gekauft wurde. Zudem müssen für die jeweilige Kombination aus Grafikkarte und Treiber passende vorkompilierte Shader auf Microsofts Servern bereitliegen.
Dass dies nicht immer unmittelbar nach einem Treiber-Update der Fall sein muss, zeigte bereits unser Test: Für AMDs Adrenalin 26.9.1 standen die Shader zur Verfügung, für den kurz darauf veröffentlichten Adrenalin 26.9.2 zunächst noch nicht.
Gears of War: E-Day bleibt nicht der einzige Titel mit Advanced Shader Delivery. Microsoft nennt Call of Duty: Modern Warfare 4 als eines der nächsten Spiele und stellt weitere Titel in Aussicht. Wie schnell sich die Technik darüber hinaus verbreitet, hängt allerdings auch von der Unterstützung durch Spieleentwickler und Stores ab.