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Final Fantasy 7 Revelation: Director setzte sich für Disc ein, sieht Zukunft aber disc-los
Naoki Hamaguchi hat bei Square Enix eine physische Version des Rollenspiels durchgesetzt. Langfristig sieht er kommende Releases jedoch ohne echte Datenträger.
Nachdem Sony seine Pläne veröffentlicht hat, bis 2028 die Produktion physischer Medien für die PlayStation einzustellen, und auch größere Spiele auf eine physische Veröffentlichung verzichten sollen, wie etwa Grand Theft Auto VI, sind viele Spieler in der Community in Sorge, dass weitere Entwickler nachziehen könnten. Darunter könnte auch Square Enix mit Final Fantasy 7 Revelation fallen, das am 8. April 2027 auf den Markt kommen soll. Doch Director Naoki Hamaguchi gibt nun Entwarnung und teilt mit, dass das Rollenspiel auf Disc veröffentlicht wird, auch wenn er sich selbst dafür einsetzen musste.
Final Fantasy 7 Remake und auch Rebirth sind auf ganzen zwei Discs erschienen, Revelation hingegen soll dieses Mal nur noch eine Disc beinhalten. Hamaguchi sagte dazu gegenüber Radio Times: "Und bei Final Fantasy 7 Revelation ist es uns gelungen, eine physische Version beizubehalten. Man kann zwar nicht das gesamte Spiel von dieser Disc spielen, aber sie enthält den Anfang – eine Art Schlüssel-Disc – und anschließend wird man dazu aufgefordert, den Rest herunterzuladen."
Doch einige Fans sind nicht sonderlich zufrieden mit dieser Lösung: "Auf Social Media schreiben mir Leute: 'Gebt uns eine vollständige Disc-Version!' Zunächst möchte ich dazu aus einer übergeordneten Perspektive sagen, dass es meine Aufgabe als Director ist, mich um die Inhalte des Spiels zu kümmern und sicherzustellen, dass es Spaß macht und wirklich spannend ist."
Weiter führte er aus: "Für die Zusammenstellung der verschiedenen Produktversionen, die SKUs (Stock Keeping Units), und dafür, wie das Spiel verkauft wird, ist hingegen das Publishing-Team verantwortlich. Meine Entscheidungsbefugnis ist in diesem Bereich also etwas eingeschränkt."
Im Interview merkte Hamaguchi ebenfalls an: "Heutzutage gibt es, wie wir bereits besprochen haben, einen großen Druck in Richtung Disc-loser und digitaler Versionen. Ich habe meine Position genutzt, um mich so stark wie möglich für eine physische Version einzusetzen."
Er ergänzte: "All die Verhandlungen, sowohl intern als auch mit den First-Party-Partnern, haben uns schließlich an den Punkt gebracht, an dem wir heute stehen. Natürlich verstehe ich vollkommen, dass es da draußen Menschen gibt, die mit dieser Richtung nicht wirklich einverstanden sind oder sie nicht gutheißen."
Hamaguchi erinnerte sich im Interview auch daran, dass er selbst als Kind Spiele gesammelt hat und heute noch zu den Disc-Versionen von Spielen greift, die ihm besonders wichtig sind. Dennoch sieht er auch "eine nicht allzu ferne Zukunft, in der physische Medien im Grunde ohne Disc auskommen."
Eine ähnliche Entwicklung sieht man bereits bei der Switch 2, die auf Game-Key-Cards setzt. Auf diesen befinden sich nicht die vollständigen Spieldaten, weshalb das jeweilige Spiel zunächst auf die Konsole heruntergeladen werden muss.
Er schätzt aber auch Bewegungen wie "No Disc, No Purchase", die derzeit in den sozialen Medien kursieren und mit denen sich Spieler aktiv gegen Sonys geplantes Disc-Aus zur Wehr setzen. Auch wenn die Zukunft zunehmend Disc-los aussehen könnte, ist sie noch nicht hier. Fans der Reihe können also aufatmen und den Platz im Regal schon einmal freiräumen.