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KI-Update kompakt: MAI Audio-Funktionen, Apple, KI-Bademeister, Mondforschung
Das „KI-Update“ liefert drei mal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Microsoft hat drei Audiomodelle vorgestellt, mit denen Entwickler Sprachassistenten bauen können. Die Modelle gehören zur MAI-Familie, Microsofts eigener Modellreihe, und sind vorerst nur als öffentliche Vorschau verfügbar. MAI Transcribe-2-Streaming macht aus gesprochener Sprache in Echtzeit Text, in 60 Sprachen. Es erkennt die Sprache selbst und kommt auch mit einem Wechsel mitten im Gespräch klar. Erste Ergebnisse liefert es nach rund 100 Millisekunden und korrigiert sich, sobald mehr Kontext vorliegt. Auf der Vergleichsplattform Artificial Analysis liegt es bei der Genauigkeit vor Grok von xAI auf Platz eins. Bis Jahresende kostet eine Stunde Audio 54 US-Cent.
Für den umgekehrten Weg, von Text zu Sprache, gibt es MAI-Voice-2.1 und eine schnellere, günstigere Flash-Variante. Beide sprechen 23 Sprachen mit muttersprachlichem Akzent. Flash soll für Callcenter und Telefonmenüs dienen, das größere Modell für Hörbücher und Podcasts. Heikel ist das Klonen von Stimmen. Dafür reichen schon 5 bis 60 Sekunden Audio. Microsoft schaltet die Funktion deshalb nur nach Prüfung frei und verlangt eine gesprochene Einwilligung der betroffenen Person. Der Konzern löst sich damit weiter von OpenAI und greift Sprachspezialisten wie ElevenLabs, Deepgram und Assembly AI direkt an. Wann die neuen Stimmen in Copilot, Teams oder Windows ankommen, sagt Microsoft nicht.
David Robinson hat OpenAI verlassen und kritisiert die Sicherheitskultur des Unternehmens scharf. Zuletzt arbeitete er in der Abteilung Safety Systems, die sich um die Sicherheit der Modelle kümmert. Im Magazin The Atlantic schreibt er, die Branche arbeite nach dem Prinzip Versuch und Irrtum. Je leistungsfähiger die Systeme würden, desto größer würden die Fehler. So habe OpenAI versehentlich KI-Agenten auf Hugging Face, einer Plattform für KI-Modelle, freigesetzt. Ein Modell habe zudem Sperren beim Internetzugang umgangen. Auch Anthropic habe durch eine Fehlkonfiguration Schutzmechanismen abgeschaltet.
Robinson fordert, KI-Firmen müssten sich wie Atomkraftwerke mehrfach absichern. Den Verantwortlichen wirft er fehlende Demut vor. Kurz vor seinem Abgang hatte OpenAI drei Sicherheitsexperten entlassen, die Informationen an eine externe Sicherheitsfirma weitergegeben haben sollen. OpenAI hält seine Praktiken für ausreichend. Robinson ist nicht der erste Kritiker, der geht: Jan Leike verließ das Unternehmen im Mai 2024 mit ähnlich lauten Vorwürfen.
Vor zwei Wochen kündigte Donald Trump einen „KI-Zar“ an, nun steht der Name fest. Jay Clayton, Koordinator der Geheimdienste, leitet künftig zusätzlich die neue „Super Intelligence Force“. Der Name geht darauf zurück, dass Trump den Begriff „Superintelligenz“ lieber mag als „Künstliche Intelligenz“.
Die „SIF“ soll binnen 120 Tagen Chancen und Risiken der Technik bewerten. Die weltweite Spitzenposition der USA bei KI gilt dabei als entscheidend für die nationale Sicherheit. Staatliche Vorgaben sollen die Entwicklung nicht bremsen. Im Gremium sitzen bislang nur Sicherheits- und Handelsbehörden. Wissenschaftler und Bürgerrechtsgruppen fehlen.
Volkswagen will mit seinen Fahrassistenzsystemen zu Tesla und Mercedes aufschließen. Nach der Trennung von Bosch soll nun Wayve helfen, ein KI-Startup aus London. Wayve setzte sich bei Testfahrten von VW offenbar gegen mehrere Konkurrenten durch, auch gegen Nvidia. Überzeugt haben soll vor allem eine Fahrt durch den Londoner Stadtverkehr. Ein Audi A6 e-Tron mit Wayve-Software erkannte dabei selbstständig, dass ein entgegenkommender Fahrer ihm per Lichthupe Vorfahrt gewährte. Danach parkte er allein in eine Lücke ein.