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Dienstag: Diskussion um neue Rechenzentren, Schneider Electric kauft groß ein
Forderung vom Bundesumweltminister + Milliarden-Deal von Schneider Electric + Lithografie-Systeme nach China + Gemini-Zugriff eingeschränkt + Europas 6G-Dilemma
(Bild: SNEHIT PHOTO / Shutterstock.com / heise online)
In der Debatte um neue Rechenzentren hierzulande fordert Bundesumweltminister Carsten Schneider mehr Transparenz und weniger Ressourcenverbrauch. Zudem verlangt er konkrete Mehrwerte für die Ansiedlungsorte und hat dafür einige Ideen. Der französische Elektronikkonzern Schneider Electric stärkt sein Portfolio für Engineering Software und übernimmt die Industriesoftware-Gruppe PTC. Die 23,7 Milliarden US-Dollar schwere Deal ist der größte in der Firmengeschichte. Und China hat mehr als 300 Lithografie-Systeme von ASML gekauft – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
In den Vereinigten Staaten und andernorts wächst der Widerstand der lokalen Bevölkerung gegen den Bau großer Rechenzentren. Dafür verantwortlich: der immense Energieverbrauch und Ressourcenkonflikte um Stromanschlüsse und Wasserrechte. Wegen des KI-Booms werden derzeit auch in Deutschland neue Rechenzentren geplant oder gebaut. In die aufgeheizte Debatte hat sich nun Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) eingeschaltet. Gegenüber heise online fordert er klare Nachhaltigkeits- und Beteiligungsregeln – und konkreten Mehrwert für die Standorte der Rechenzentren. Als mögliche Punkte nennt er kostenlose Abwärme und die Gewerbesteuer-Regelung. Bundesumweltminister will transparentere Rechenzentren
Vom Nachfrageboom nach Rechenzentren profitiert derweil der französische Elektronikkonzern Schneider Electric. Er bietet Rechenzentrumsdienstleistungen für Chiphersteller wie Nvidia an und erwirtschaftet damit rund ein Viertel seines Gesamtumsatzes. Nun stärkt Schneider sein Portfolio für Engineering Software mit der Übernahme des US-amerikanischen Softwareunternehmens PTC. Die insgesamt 23,7 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme sorgt bei Anlegern für gemischte Gefühle. Die Schneider-Aktien verloren am Montag an Wert. Schneider CEO Olivier Blum zeigt sich dennoch zuversichtlich. Durch den Zusammenschluss mit PTC entstehe das „umfassendste Software- und KI-Kraftzentrum“ der Branche. Milliarden-Deal: Schneider Electric übernimmt Industriesoftware-Gruppe PTC
Der weltweit wichtigste Hersteller von Lithografie-Systemen, das niederländische Unternehmen ASML, darf auf Drängen der Vereinigten Staaten seit dem 1. September 2023 kaum noch Maschinen in Länder außerhalb der EU und deren Partner exportieren. Die Exporteinschränkungen richten sich primär gegen China. Die überparteiliche US-Forschungsinitiative Center for Technology & Statecraft (CTS) schätzt nun, dass chinesische Chiphersteller rund 343 sogenannte Immersions-Lithografie-Systeme von ASML gekauft haben. Diue am häufigsten erworbene System-Generation stammt aus dem Jahr 2015. Die Exportbeschränkungen greiden also . CTS fordert allerdings noch härtere Einschränkungen. China hat über 300 Lithografie-Systeme von ASML gekauft
Im Mai hat Google bereits die Nutzungslimits für seine Gemini-Modelle angepasst. Nun erfolgt der nächste Schritt: Kundinnen und Kunden des AI-Plus-Tarifs haben künftig keinen Zugriff auf die Gemini-Pro-Modelle. Für Nutzerinnen und Nutzer ohne Abo wird der Zugriff weiter reduziert. Demzufolge können Nutzerinnen und Nutzer der Gemini-App ohne Google-AI-Abonnement ab dem 9. Oktober nur noch auf Flash-Lite-Modelle zugreifen. Google schränkt Gemini-Zugriff für AI-Plus-Kunden ein
Europa ist bei der Mobilfunktechnik führend, doch bei 6G droht der Anschlussverlust. Die neue Netzgeneration verbindet laut Experten erstmals klassische Telekommunikation mit Cloud-Rechenzentren und Künstlicher Intelligenz. Die Fachleute sprechen von der Infrastruktur für physikalische KI, also Maschinen und autonome Systeme, die in der realen Welt eigenständig wahrnehmen, analysieren und handeln. Regulierungswahn und ein schleppender 5G-Ausbau lähmten die Zukunftsfähigkeit der Branche, warnt nun das Europe