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Uber übernimmt US-Catering-Konzern Ezcater
2,3 Milliarden US-Dollar zahlt Uber für die Übernahme des Catering-Vermittlers Ezcater. Uber will mehr Speisen an Unternehmen zustellen.
Das Symbolbild zeigt Catering by Eat Art in Whitehorse, Kanada.
Der Beförderungsvermittler Uber übernimmt das Unternehmen Ezcater, das US-weit Catering zwischen mehr als 140.000 Restaurants und bestellenden Unternehmen vermittelt. Ezcaters Angebot umfasst sowohl fortlaufende Lieferung zubereiteter Speisen zur Verköstigung von Mitarbeitern als auch klassisches Catering für einzelne Veranstaltungen.
Ähnliches bietet Uber in Form von Uber Eats bereits an, bedient allerdings in der Regel kurzfristige Bestellungen deutlich kleinerer Mengen. Dies ist der schnellstwachsende Geschäftsbereich Ubers. Mit dem Bostoner Unternehmen Ezcater steigt Uber in das Geschäft längerfristig geplanter Speisenbestellungen größeren Umfangs ein.
Ezcater wurde 2007 gegründet und war bislang wagniskapitalfinanziert, unter anderem durch Softbank. Der Gesamtwert der Übernahme liegt den Angaben zufolge bei 2,3 Milliarden US-Dollar, bezahlt wird in bar. Ob Uber auch Schulden übernimmt, oder diese aus dem Kaufpreis getilgt werden müssen, lässt das Unternehmen offen. Das zugekaufte Geschäft ist bislang nicht profitabel; dennoch erwartet Uber, dass sich seine Marge mit Ezcaters Geschäft verbessert.
Laut Ubers Pressemitteilung liegt die durchschnittliche Bestellsumme bei Ezcater über 400 US-Dollar. Uber nennt die eigene durchschnittliche Bruttoliefersumme in den USA nicht; sie dürfte Branchenbeobachtern zufolge weniger als ein Zehntel ausmachen. Allerdings sind kleinere Lieferungen auch leichter zu bewerkstelligen.
Ubers nachbörslicher Aktienkurs hat sich nach Ankündigung der Übernahme nicht bewegt. Die notwendigen wettbewerbsbehördlichen Genehmigungen stehen noch aus, sodass die Übernahme „in den kommenden Monaten“ vollzogen werden soll.
Ezcater war früher auch außerhalb der USA tätig. 2018 übernahm die Firma das europäische Unternehmen Gocater, das in Deutschland und Frankreich tätig war. Im Jahr darauf kauften die Amerikaner zudem den kanadischen Anbieter Monkeysoft Solutions.
Der Betrieb in Deutschland wurde jedoch bereits im Frühjahr 2019 auf Eis gelegt. Im Zuge der Auswirkungen der COVID19-Pandemie wurde Gocater im Mai 2020 auch in Frankreich geschlossen. Monkeysoft hat voriges Jahr einen neuen, kanadischen Eigentümer gefunden.
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