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Microsoft: Execution Containers sollen KI-Agenten zähmen
von Carsten Knobloch
7. Okt. 2026 |
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Microsoft hat die allgemeine Verfügbarkeit der Microsoft Execution Containers (MXC) angekündigt. Wer heute KI-Agenten für Programmierung, Automatisierungen oder Dateiverwaltung nutzt, steht oft vor einem Dilemma: Entweder man gibt dem Assistenten vollen Zugriff auf das System und hofft, dass nichts schiefgeht, oder man sperrt ihn komplett aus und verliert den praktischen Nutzen. MXC soll genau diese Lücke schließen und eine kontrollierte Sandbox für KI-Agenten bereitstellen.
Bislang liefen viele lokale Agenten schlicht mit den Rechten des angemeldeten Benutzers. Ein Programmier-Assistent, der eigentlich nur eine Website in einem Projektordner anpassen soll, könnte so theoretisch auch Konfigurationsdateien des Servers überschreiben oder auf persönliche Dokumente zugreifen. So beschreibt Microsoft die schlimmen Fälle.
Mit MXC können Entwickler und Administratoren über ein einheitliches Regelwerk (JSON-Schema und SDK) exakt festlegen, welche Ordner, Netzwerkverbindungen oder Befehle ein Agent nutzen darf. Versucht der Assistent, diese Grenzen zu überschreiten, blockiert das Betriebssystem die Aktion unabhängig davon, was das Sprachmodell oder der generierte Code vorhatte.
Je nach Anwendungsfall greift MXC auf unterschiedliche Container-Technologien zurück. Für schnelle Aufgaben gibt es schlanke Prozess-Container, die unter Windows auf AppContainer, unter macOS auf Seatbelt und unter Linux auf Bubblewrap setzen.
Unter Windows 11 geht Microsoft noch einen Schritt weiter: Mit Session-Containern können langlaufende Agenten in einer komplett separaten Windows-Sitzung ausgeführt werden, inklusive eigenem Desktop, getrennter Zwischenablage und isolierter Eingabe. Zudem stehen Umgebungen für das Windows-Subsystem für Linux (WSL) und experimentelle MicroVMs bereit. Auch auf Windows 365 Cloud PCs lässt sich MXC nutzen. Solltet ihr in dieser Richtung arbeiten oder euch aufschlauen wollen, dann schneit doch selbst zum Einlesen bei Microsoft vorbei.
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