// EUROGAMER.DE — GAMING
Capcom setzt auf KI für neue REX Engine, verspricht aber Spiele ohne generierte Inhalte
Das nächste RE-Engine-Update soll Entwickler entlasten und Prozesse beschleunigen. KI-generierte Inhalte im Spiel bleiben jedoch streng tabu.
Capcom hat nun angekündigt, dass das Unternehmen zukünftig stärker auf künstliche Intelligenz bei der Entwicklung seiner Spiele setzen möchte. Dabei soll dessen RE Engine mit KI weiter verbessert werden. Die Pläne stießen bei Fans zunächst auf Skepsis, doch Capcom betonte, KI-Technologien nicht für generierte Inhalte, sondern nur zur Unterstützung einzusetzen.
Am 2. Oktober 2026 veranstaltete Capcom seine jährliche Recruiting-Konferenz. Dort stellte Programmierer Satoshi Ishida die Zukunftspläne für die Weiterentwicklung der RE Engine vor. Im Rahmen des Projekts unter dem Namen REX (RE Next Engine) soll die bestehende Engine schrittweise weiter modernisiert werden. Dabei soll auch die Verbesserung der KI-Technologien im Fokus stehen. Gegenüber IGN erklärte das Unternehmen, dass Spieleentwicklungen immer zeit- und ressourcenintensiver werden. Die künstliche Intelligenz soll den Prozess effizienter machen, indem sie unter anderem Programmcode testet und überprüft, große Datenmengen analysiert oder auch Entwicklungsprozesse beschleunigt und damit Programmierer entlastet.
Dabei betonte das Unternehmen: "Wir werden keine KI-generierten Inhalte in unsere Spiele integrieren."
Weiter führte es aus: "Allerdings planen wir, KI aktiv als unterstützende Technologie einzusetzen, um die Effizienz und Produktivität des Spieleentwicklungsprozesses zu verbessern. Zu diesem Zweck prüfen wir derzeit verschiedene Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen, darunter Grafik, Sound und Programmierung."
Capcom scheint also noch herausfinden zu wollen, in welchen Bereichen KI die Entwicklung seiner Spiele unterstützen soll. Schon im März 2026 hatte sich die Firma auf einer Aktionärsversammlung zu diesem Thema geäußert. Capcom hatte schon damals festgehalten, dass es keine KI-generierten Assets in seinen Spielen verwenden wolle.
Damit hält Capcom also weiterhin an seiner Strategie fest, KI nur als Unterstützung einzusetzen, aber keine KI-generierten Inhalte in seinen Spielen verwenden zu wollen. Mit der neuen REX Engine könnte sich in Zukunft zeigen, wie effizient KI in Spieleentwicklung eingesetzt werden kann, ohne auf KI-generierte Inhalte zu setzen. Wie stark sich diese Veränderungen letztendlich auf zukünftige Spiele und auch die Entwicklungszeiten auswirken werden, bleibt abzuwarten.