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Abschied von Fire OS: Amazons neue Tablet-Generation im Überblick
Mit dem Alexa Tablet baut Amazon sein Betriebssystem stark um und integriert erstmals die Google-Dienste.
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Amazon bringt neue Tablets auf den Markt und erweitert das Sortiment um ein Top-Modell der Reihe. Das Alexa Tablet Pro bietet nicht nur starke Hardware, sondern läuft auch mit dem neuen Betriebssystem von Amazon.
Mit dem Alexa Tablet Pro verabschiedet sich Amazon von der Baureihe Fire, und das sieht man bereits auf den ersten Blick. Statt des Amazon-Logos prangt ein geschwungener Alexa-Schriftzug auf dem Rücken des 6,5 Millimeter dünnen Aluminiumgehäuses. Auf der Vorderseite grüßt ein 12 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2800 x 1840 Pixel, 120 Hertz Bildwiederholrate und matter Oberfläche. Die soll Reflexionen schlucken und Fingerabdrücke fernhalten. Beim kurzen ersten Ausprobieren klappte beides gut, auch die Farbdarstellung des Bildschirms gefällt.
Angetrieben wird das Alexa Tablet Pro, das es mit 8 oder 16 GByte RAM und 128 oder 256 GByte internem Speicher gibt, von einem MediaTek-Prozessor. Der Dimensity 8400 ist ein Chip der oberen Mittelklasse und bringt genug Leistung für hochauflösende Videos und Spiele mit. Vier Lautsprecher sorgen für ansprechenden Klang. Das Alexa Tablet verbindet sich ausschließlich über WLAN mit dem Internet, Modelle mit Mobilfunkmodem bietet Amazon nicht an. Der Akku soll bis zu 16 Stunden Videowiedergabe ermöglichen, so der Hersteller.
Amazons bisheriges Tablet-Betriebssystem Fire OS kam ohne Google-Dienste zum Kunden. Das ändert sich mit der runderneuerten Software, die erstmals den Play Store und offizielle Google-Dienste mitbringt und mit dem Amazon-Kosmos verknüpft. In die Bedienoberfläche hat Amazon zwei Widgets integriert: Unten rechts hat eine kleine Alexa-Suchleiste ihren Platz, die den KI-Assistenten startet. Oben links sitzt das sogenannte „Dynamic Tab“, in dem man durch Uhrzeit, Empfehlungen, Fotos, Wettervorhersage und weitere Dinge scrollen kann. Wischt man vom Homescreen nach links, erscheint nicht die von Android bekannte News-Auswahl, sondern Amazons „For You“-Seite mit Empfehlungen für Filme, Serien, Bücher und Spiele. Ausgeliefert wird das Tablet mit Android 16, das Update auf Version 17 soll im kommenden Jahr verfügbar sein. Updates will Amazon mindestens vier Jahre nach Ende des Verkaufs liefern.
Wer auf dem Tablet lesen möchte, kann im Kindle-Modus auswählen, ob das Display ein monochromes oder farbiges E-Ink-Display simulieren soll. Für weniger Ablenkung sind in diesem Modus Benachrichtigungen deaktiviert. Die schicke Animation beim Umblättern soll das Lesegefühl noch verstärken.
Das Amazon Alexa Tablet Pro, für das es eine zweiteilige Hülle mit Tastatur und Klappständer sowie einen Stylus als Zubehör gibt, kommt noch im Oktober auf den Markt und kostet ab 560 Euro. Wer auf die matte Displayoberfläche verzichtet, kann das Gerät mit glänzendem Bildschirm ab 500 Euro kaufen. Damit schraubt Amazon die Preise deutlich nach oben, frühere Fire-Tablets kosteten rund 80 bis 300 Euro.
Neben der Pro-Version bietet Amazon noch zwei kleinere Varianten des Alexa Tablet mit 11 bzw. 8 Zoll Bildschirmdiagonale an. Sie haben schwächere Prozessoren und kommen in bunten Farben. Das Alexa Tablet 8 kostet ab 230 Euro, das Alexa Tablet 11 ab 330 Euro.
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