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Ukraine: Trump setzt Präsident Selenskyj weiter unter Druck
"Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt": US-Präsident Trump setzt Selenskyj weiter unter Druck. Er fordert erneut Wahlen - die rechtlich ausgeschlossen sind. Doch Selenskyj bekommt auch Rückhalt.
Der US-Diesel-Deal mit Russland und die Ablöseforderung von Donald Trump an den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj führen in Kiew zu neuen Sorgen. Muss die Ukraine um ihren mächtigsten Unterstützer im Krieg gegen Russland bangen? Ein Passant in der Hauptstadt formuliert es so: "Die Russen werden Geld für Diesel erhalten, das sie dann für den Krieg gegen uns ausgeben werden. Für Raketen, die uns töten werden. Das ist also das doppelte Gesicht unserer sogenannten 'Partner'."
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha stärkte Selenskyj öffentlich den Rücken. Bei X schrieb er, Selenskyj genieße die Unterstützung des ukrainischen Volkes und dieses habe das Recht, selbst zu entscheiden. "Äußerungen aus dem Ausland bestätigen nur, dass er seine Aufgabe gut erfüllt. Er verdient Unterstützung."
Doch offenbar sind die USA aktuell nicht bereit, diese Unterstützung zu geben. Denn Trump erneuerte seine Kritik an Selenskyj: "Ich denke, er sollte eine Wahl abhalten und er hätte diese Sache schon viele Male regeln können", sagte Trump auf dem Regierungsflughafen Joint Base Andrews vor Reportern. Und: Es sei "an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt", der bereit sei, den Krieg mit Russland zu beenden. Die Ukrainer sollten einen neuen Anführer suchen, der eine Vereinbarung zur Beendigung des Krieges schließen könne.
Die ukrainische Verfassung schließt eine Wahl zu Kriegszeiten aus. Doch diese Einschränkung ignoriert Trump offenbar.
US-Präsident Trump hat eine Ablösung des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj gefordert.
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Ebenso wie die bisher gescheiterten diplomatischen Bemühungen. Mit Blick auf ein mögliches Ende des Krieges von Russland gegen die Ukraine sagte Trump: "Russland würde gerne einen Deal machen, aber aus welchen Gründen auch immer will Selenskyj keinen Deal machen."
Begonnen wurde der Krieg nicht von der Ukraine, sondern von Russland, dass vor mehr als viereinhalb Jahren in das Nachbarland einmarschiert war. Kremlchef Wladimir Putin hatte mehrfach Angebote für einen bedingungslosen Waffenstillstand abgelehnt.
Selenskyj hatte sich mehrfach zu direkten Gesprächen mit Putin bereit erklärt, aber Einladungen nach Moskau kategorisch abgelehnt. Mehrere diplomatische Initiativen zur Beendigung des Krieges verliefen im Sande.
In der Ukraine galt das bislang als Tabu - Kritiker sehen dahinter ein Kalkül.
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