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PS5 und Xbox Series X/S: RAM-Krise sorgt für historische Tiefststände auf dem US-Markt
Analyst Mat Piscatella sieht den US-Hardwaremarkt auf dem Tiefpunkt seit den 80er-Jahren. Massiver RAM-Mangel treibt Konsolen-Verkäufe drastisch ins Minus.
Die Konsolen PS5 und Xbox Series X/S sind in den meisten Märkten teurer denn je. Das liegt vor allem daran, dass KI-Rechenzentren gewaltige Mengen an Speicherkomponenten verschlingen. Analyst Mat Piscatella sorgt sich nun um die Lage auf dem US-Konsolenmarkt: Dieser sah seit Anfang der 1980er-Jahre nicht mehr so düster aus – jener Zeit, in der die gesamte Gaming-Branche komplett kollabierte.
Piscatella enthüllte kürzlich im Netz, dass die Preiserhöhungen bei Xbox und PS5 die Verkaufszahlen drastisch nach unten gezogen haben. In den USA fielen die Hardware-Verkäufe der Xbox im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent, während PlayStation 25 Prozent weniger Einheiten verkaufte. Für Xbox bedeuten diese Zahlen im bisherigen Jahresverlauf ein neues Allzeittief, für PlayStation ist es der niedrigste Wert seit 2013.
"Der Durchschnittspreis für eine neue Xbox-Konsole lag in den USA im bisherigen Jahr bis Ende August bei 529 US-Dollar – das sind 26 Prozent mehr als vor einem Jahr. Eine PlayStation verkaufte sich im Schnitt für 597 US-Dollar, was 20 Prozent über dem Vorjahreswert liegt", ergänzte Piscatella. "Beide Preise liegen auf einem historischen Höchststand in den USA. Die Preisempfindlichkeit wird zu einem echten Problem."
Der enorme Bedarf an Arbeitsspeicher in KI-Rechenzentren führt weltweit zu Engpässen bei Speicherkomponenten. Konsolenhersteller wie Sony und Microsoft konkurrieren direkt mit Tech-Konzernen um Hardware, was zu steigenden Produktionskosten und Preiserhöhungen führt.
Einige hoffen, dass der bevorstehende Riesen-Release von GTA 6 im nächsten Monat beiden Konsolen neuen Schwung verleiht. Auch Piscatella merkte an, dass Rockstars Schwergewicht zumindest einen Teil dieser Rückgänge abfedern könnte. Das hängt allerdings komplett von den Preisen und der Produktverfügbarkeit ab. Wenn der gesamte RAM für KI-Rechenzentren reserviert ist, können Microsoft und Sony schlicht nicht so viele Konsolen herstellen, wie der Markt nachfragen würde.
"Der US-Hardwaremarkt befand sich seit den frühen 80er-Jahren nicht mehr in einer so heiklen Lage", ergänzte Piscatella.
Konsolen sind allerdings nicht die einzigen Geräte, die unter diesem RAMaggedon leiden. In den letzten Jahren wurden beinahe alle Produkte der Unterhaltungselektronik teurer. Auch die Preise für die PS5, die Switch 2 und die Xbox Series X/S wurden bereits angehoben – manche davon sogar mehrfach.
Der CEO von Micron warnte erst kürzlich vor anhaltenden Speicherengpässen bis mindestens 2028. Xbox-Chefin Asha Sharma äußerte sich bereits Monate zuvor ganz ähnlich: "Als ich im Februar den CEO-Posten übernahm, zahlten wir für Konsolen-Speicherkomponenten bereits mehr als das Doppelte im Vergleich zum letzten Herbst. Seitdem haben sich diese Kosten noch einmal verdoppelt. Und wenn wir auf das Weihnachtsgeschäft 2027 blicken, erwarten wir einen weiteren drastischen Anstieg. Wir lägen dann bei mehr als dem Fünffachen der Preise von vor zwei Jahren."