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Galeria-Insolvenz: Wie geht's weiter für Angestellte und Kunden?
Abgesperrte Regale, Unsicherheit über Standorte - nun zumindest Insolvenzgeld für Beschäftigte. Wie geht es vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft für die Kaufhauskette Galeria weiter? Ein Überblick.
Nach der erneuten Insolvenz der Kaufhauskette Galeria war tagelang unklar, ob die Beschäftigten weiter bezahlt werden können. Jetzt steht fest: Sie bekommen Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Es soll über eine Bank vorfinanziert werden, damit es schnell ausgezahlt werden kann. Der Geschäftsbetrieb ist vorerst gesichert, Einschränkungen für Kunden gibt es trotzdem.
Deutschlands letzte große Warenhauskette Galeria hat erneut Insolvenz angemeldet - es ist die vierte innerhalb von sechs Jahren.
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Ja, mit Einschränkungen. Der Betrieb in den 83 Filialen läuft vorerst weiter. Gutscheine werden derzeit nicht mehr angenommen. Zwar verlieren Gutscheine nicht automatisch mit einem Insolvenzverfahren ihren Geldwert, die Einlösung kann aber im Rahmen eines Verfahrens verweigert werden.
Kunden können auch nicht alles kaufen, was in den Regalen liegt. Einige Bereiche, etwa bei Bekleidung, sind mit Flatterband abgesperrt. "Diese Marke steht vorübergehend nicht zum Verkauf", ist auf Schildern zu lesen. Die betroffene Ware gehört noch den Lieferanten, Galeria bezahlt sie erst nach dem Verkauf. Wegen der Insolvenz wollen die Lieferanten verhindern, dass ihre Artikel verkauft werden, ohne dass sie dafür Geld erhalten.
An insgesamt 33 Standorten will das Unternehmen den Fortbestand seiner Filialen prüfen.
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Die Bundesagentur für Arbeit muss den Anspruch feststellen, wenn alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Eine Zustimmung zur Vorfinanzierung wird in der Regel nur erteilt, wenn ein erheblicher Teil der Arbeitsplätze erhalten bleibt, etwa durch ein tragfähiges Fortführungskonzept oder ernsthafte Kaufinteressenten.
Insolvenzexperten hatten die Chancen auf Insolvenzgeld bei Galeria zunächst skeptisch beurteilt. Demnach dürfte es eigentlich nicht gezahlt werden, weil die Zahlungsprobleme der Warenhauskette aus der Insolvenz 2024 noch nicht beendet sind, wie es hieß.
Maßgeblich für die Zahlung ist wohl diese Argumentation: Für Galeria ist es zwar der vierte Insolvenzantrag seit 2020, formaljuristisch jedoch der erste des neuen Rechtsträgers. Der Geschäftsbetrieb wurde vor zwei Jahren auf eine neue Gesellschaft übertragen.
Die Galeria S.à r.l. & Co. KG beantragte am 2. Oktober ein Insolvenzverfahren - nicht die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH, die 2024 Insolvenz anmeldete und sich noch in der Planüberwachung befindet. Deshalb kann Insolvenzgeld gezahlt werden.