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Nach Rücktritt von Bas: SPD sucht neue Vorsitzende
Wer wird künftig an der Doppelspitze der SPD stehen? Klingbeil gilt vielen Sozialdemokraten als Favorit, lässt seine Kandidatur jedoch offen. Pistorius? Schwesig? Rehlinger? Sie alle haben bereits abgesagt.
Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas läuft in der SPD die Debatte über eine Neubesetzung des Parteivorsitzes. Mehrere Namen kursieren, offizielle Bewerbungen gibt es bislang aber noch nicht. Auch der verbliebene Partei-Co-Chef Lars Klingbeil lässt offen, ob er erneut für den Posten kandidiert. An dem Prinzip einer Doppelspitze will er festhalten. Aus den Bundesländern kommen auch Rufe, Partei- und Ministeramt künftig zu trennen.
Bas hatte am Montag überraschend ihren Rückzug als Arbeitsministerin und Co-Parteivorsitzende erklärt. Sie verwies dabei auf einen Trauerfall in ihrer Familie und Angriffe "aus den Reihen des Koalitionspartners". Nachfolger auf dem Ministerposten ist der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer.
Analyse
12.10.2026
Die SPD ist unter Schock, nachdem Bärbel Bas von ihren Ämtern zurückgetreten ist. Die Partei muss sich jetzt neu sortieren.
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Klingbeil stellte am Montag einen Parteitag "um den Jahreswechsel" in Aussicht, auf dem "die gesamte Führungsriege der SPD" zur Wahl stehen soll. Geprüft werden derzeit Termine im Dezember, Januar oder notfalls auch erst im Februar.
Juso-Chef Philipp Türmer sieht den Parteitag als Möglichkeit für einen Neustart der SPD. Damit sei "nun endlich die Grundlage dafür gelegt, dass wir mit der Breite der Partei sämtliche Diskussion zur Zukunft der SPD führen können", sagte Türmer den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Wir brauchen wieder einen Plan und Ideen für die Zukunft - und Köpfe, die dafür glaubwürdig stehen."
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch schloss auch Kampfkandidaturen nicht aus. "Selbstverständlich wird es möglich sein, bis zum Schluss auch die Kandidatur anzumelden", sagte er in Berlin. Er stellte sich gleichzeitig hinter Klingbeil: Dieser sei "ein sehr guter Parteivorsitzender", sagte Miersch vor der SPD-Fraktionssitzung.
Die komplette Führung der SPD soll neu gewählt werden. Zum Jahreswechsel ist dafür ein Parteitag geplant.
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Klingbeil selbst ließ offen, ob er sich erneut um die Parteiführung bewerben wird. "Ich weiß doch, welche Kritik es auch gibt", sagte er im ZDF. "Da geht es nicht um mich, und es geht auch nicht darum, dass ich am Amt klebe, sondern es geht um die bestmögliche Aufstellung."