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Microsoft Oktober Patchday: Neuer Rekord mit 1.413 geschlossenen Sicherheitslücken
Microsofts Oktober-Patchday ist der nächste Rekord bei der Anzahl der geschlossenen Sicherheitslücken. Insgesamt sind es 1.413 CVEs, davon entfallen 1.102 allein auf Windows. Zusätzlich behebt Microsoft mit dem Update KB5127648 für Windows 11 26H2, 25H2 und 24H2 noch einige Fehler, die auch Spieler betrafen.
Bemerkenswert ist jedoch allein die Anzahl der Schwachstellen, die Microsoft schließt. Bereits im September erreichte man mit 974 einen Rekordwert, nun steigt die Anzahl nochmals um 45 Prozent. Von den 1.413 CVEs entfällt der Großteil auf Windows. Auf den weiteren Plätzen folgen Office mit 134 und die Developer Tools mit 61.
Je nach Zählweise unterscheiden sich die Werte. Das gilt sowohl für externe Anbieter als auch für Microsoft. Die Übersicht in der Tabelle ergibt 1.414 CVEs, im Text nennt Microsoft jedoch die Zahl 1.413.
78 der geschlossenen Sicherheitslücken stuft Microsoft als kritisch ein. Wie die Zero Day Initiative in einem Blog-Beitrag beschreibt, wird derzeit nur eine der Schwachstellen ausgenutzt. Interessant ist der Vergleich zu den Vorjahren.
Die Zero Day Initiative nutzt 2023 als Maßstab: In dem gesamten Jahr hat Microsoft demnach 914 CVEs geschlossen – also weniger als im aktuellen Oktober-Patchday. Die Anzahl der ausgenutzten Sicherheitslücken lag von Januar bis Oktober 2023 jedoch bei 17, in diesem Jahr sind es im selben Zeitraum bislang 15.
Diese Ergebnisse legen also nahe, dass Microsoft derzeit schneller Sicherheitslücken schließt, als Angreifer diese ausnutzen können. Der Grund für diese Tätigkeit sind laut Microsoft die modernen KI-Tools, die der Konzern nutzt, um Sicherheitslücken zu erkennen und Patches zu entwickeln.
Ein Fehler konnte bislang dazu führen, dass die Mauseingaben in einigen Spielen stotterten. Diesen behebt Microsoft nun. Weitere Fixes betreffen Windows Hello; in manchen Fällen funktionierte die Fingerabdruck-Anmeldung nicht, wenn ein System frisch startete. Kleinere Bugs, die behoben wurden, betreffen VPN-Dienste, Drucker sowie den Explorer in Multi-Nutzer-Umgebungen. Eine vollständige Übersicht bietet die Dokumentation des KB5127648-Updates.
Das beinhaltet zudem noch sämtliche Out-of-Band-Patches, die Microsoft im September veröffentlicht hat.
Zu den bekannten Bugs zählen weiterhin die Probleme, die Geräte mit USB Audio Class 1.0 haben. Außerdem können Remote-Desktop-Verbindungen scheitern, wenn der Administrator-Schutz etabliert ist. Bis eine Lösung vorhanden ist, empfiehlt Microsoft als Workaround, bei betroffenen Geräten den Administrator-Schutz vorübergehend zu deaktivieren.
Das Patchday-Update für Windows 11 26H2, 25H2 und 24H2 beinhaltet zudem die Neuerungen, die Microsoft bereits mit dem optionalen September-Update (KB5124010) bereitgestellt hat. Dazu zählen unter anderem die belegbare Copilot-Taste, die Datei-Vorschau im Explorer sowie Bluetooth-Optimierungen.