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Sorge vor Spionage: Slowakei erneuert Militärkontakte mit Russland
Unter Premierminister Fico gilt die Slowakei schon länger als Putins Einfallstor in die EU. Umso bedenklicher ist, dass sein Land nun auch im Stillen die Militärkontakte mit Russland wieder aufgenommen hat.
Robert Fico war wieder einmal ziemlich allein: Als einziger Regierungschef eines EU-Landes nahm der slowakische Premier auch in diesem Jahr im Mai an den Feiern zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau teil.
Machthaber Wladimir Putin hieß Fico im Kreml "ganz herzlich" willkommen: "Wir werden alles tun, um den Energiebedarf der Slowakischen Republik zu decken. Ebenso sind wir bereit, in anderen Bereichen zusammenzuarbeiten, die für beide Seiten von Interesse sind", betonte der Kreml-Chef.
In Europa wird mit weiteren hybriden Angriffen aus Russland gerechnet - doch einer in der EU sieht das anders.
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Die Slowakei erhält nach wie vor Öl aus Russland und über Umwege auch Gas. Sanktionen gegen den Aggressor hat das EU-Land aus diesem Grund in der Vergangenheit vorübergehend blockiert.
In Zukunft will Regierungschef Fico noch engere Beziehungen mit Russland eingehen. Er kündigte in Moskau an: "Ich möchte ganz klar sagen, dass ich gegen einen neuen Eisernen Vorhang in Europa bin. Wir haben konkrete Schritte unternommen, um die gegenseitige Entsendung von Militärattachés wiederaufzunehmen."
Zwei slowakische Soldaten arbeiten bereits in Moskau. Russland schickt einen erfahrenen Offizier nach Bratislava. Akkreditiert ist er schon, aber noch nicht vor Ort - das haben Recherchen slowakischer Medien ergeben. Die Empörung in der Opposition ist groß. Die Slowaken in Moskau würden streng bewacht. Profitieren werde allein Russland.
Die Slowakei nähert sich Moskau weiter an und droht der Ukraine. Doch der Druck auf Ficos Regierung wächst.
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Fico habe sich erpressen lassen, kritisiert Tomas Valasek, der Sicherheitsexperte der Partei "Progressive Slowakei". "Wir haben traurige Erfahrungen mit russischer Spionage: Der letzte Militärattaché in Bratislava hat seine diplomatische Deckung missbraucht und Slowaken rekrutiert, die Geheimnisse an Russland verraten sollten."
2021 war der Spion bei der Übergabe von Bargeld an einen Mitarbeiter einer kremlfreundlichen Desinformationsseite erwischt worden. Die damalige proeuropäische Regierung wies Dutzende Angehörige der russischen Botschaft in Bratislava aus.