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Speicherpreise im Check: Wann hört die Krise endlich auf?!
Keine Entwarnung an der Speicherfront: In den letzten vier Wochen haben sich die Preise für RAM, HDDs und SSDs weiter erhöht. Für Arbeitsspeicher muss nun im Durchschnitt mehr als das Fünffache gegenüber dem Niveau vor der Speicherkrise gezahlt werden. Im Gleichtakt steigen die Preise für HDDs und SSDs gemächlich weiter an.
Das nachfolgende Diagramm veranschaulicht den aktuellen Trend und zeigt das Preisniveau von RAM, HDD und SSD in Form der prozentualen Steigerung gegenüber dem Ausgangspunkt von Mitte September 2025.
Beim RAM geht es weiter steil bergauf, sodass Mitte Oktober im Durchschnitt mehr als das Fünffache (!) für Speicherkits gezahlt werden muss. Im Vergleich weiterhin gemächlicher sind die Preissteigerungen bei HDDs und SSDs, die jetzt bei 146 Prozent exakt auf Augenhöhe liegen.
In den vergangenen vier Wochen wechselten sich aus Endkundensicht negative wie positive Meldungen zum Thema Speicherkrise ab. Während der Acer-Boss erklärte, dass er eine RAM-Knappheit bis 2030 für „unmöglich“ halte und damit zumindest einen Silberstreif am Horizont erzeugte, folgten neue Hiobsbotschaften, die von einem Kollaps der PC- und Smartphone-Verkäufe sowie nochmals steigenden Preisen für DRAM und NAND sprechen.
Für bessere Stimmung sorgte derweil Toshiba mit der geplanten Verdoppelung der HDD-Produktion bis spätestens März 2028. Parallel dazu ist ein Tauziehen um das Geschäft der Magnetköpfe von TDK entbrannt. Microsoft hat wiederum die Absicht bekräftigt, in der aktuellen Marktsituation die Senkung des RAM-Bedarfs von Windows 11 voranzutreiben.
Ob in den vergangenen 12 Monaten überhaupt noch teurer RAM gekauft wurde, beantwortet die jüngste Umfrage in der ComputerBase-Community.
Weitere Meldungen zur Speicherkrise können auf der Themenseite „RAMageddon“ gelesen werden.
Jeweils ein Dutzend der Mitte September 2025 populärsten (nach Aufrufen) Speicherprodukte im Preisvergleich sind die Basis für die Studie zur Preisentwicklung von RAM, HDD und SSD im Online-Handel. Der Überblick zeigt die Teuerung jedes Produkts in Prozent und liefert abschließend einen Durchschnittswert.
Neuerdings ist die Liste der Händler im Preisvergleich bei manchem Produkt voll von kleineren, unbekannten eBay-Händlern. Hier drängt sich die Vermutung auf, dass sich diese erst im Zuge der Speicherkrise eingedeckt haben, um aus den weiter steigenden Preisen Profit zu schlagen – „Scalper“ werden solche Akteure umgangssprachlich genannt.
Die eBay-Verkäufer bieten die Kits teils erheblich günstiger als renommierte Online-Shops an. Da aber ein gewisses Risiko besteht, nicht die gewünschte Ware zu erhalten und solche Angebote den allgemeinen Preistrend verfälschen, werden eBay-Angebote nicht bei der Analyse berücksichtigt. Das gilt auch für Marketplace-Angebote bei Amazon.