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KI-Update: Schwarzer Donnerstag, Neue Open-Weight-Modelle, Klagen gegen OpenAI
Das „KI-Update“ liefert drei mal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Nach heftigen Kursverlusten bei mehreren US-Firmen aus dem KI-Umfeld sind am Donnerstag die Börsen in Asien eingebrochen. Am stärksten traf es Südkorea. Das Land verdient kräftig am Bau von KI-Rechenzentren, vor allem über die Speicherhersteller Samsung und SK Hynix. Beide sind in den Indizes stark vertreten, und ihre Aktien fielen teils um 10 bis 12 Prozent. Der Leitindex Kospi hat seit seinem Höchststand im Juni fast 40 Prozent verloren. Laut Analysen ist das beinahe so viel wie in der Asienkrise, beim Platzen der Dotcom-Blase oder in der Finanzkrise 2008.
Die genauen Gründe sind unklar. Den Anfang machte CoreWeave, ein US-Anbieter von KI-Rechenleistung. Die Firma hat sich für den Ausbau hoch verschuldet, und ihre Schulden sind nun noch teurer geworden. Das nährte erneut Zweifel, ob der KI-Ausbau solide finanziert ist. Bei Samsung und SK Hynix kam die Studie eines südkoreanischen Analysehauses hinzu. Sie warnt, dass um 2029 Überkapazitäten drohen, falls die Speicherproduktion weiter so schnell wächst. Auf andere Märkte griff der Absturz bisher nicht über. Börsen in Europa und den USA zogen am Donnerstag nicht nach, und am Freitag erholten sich auch die Kurse in Südkorea und Japan.
Die Turbulenzen haben TSMC nicht erfasst. Der taiwanische Chipauftragsfertiger meldet für das dritte Quartal 2026 erneut Rekordzahlen. Grund ist die starke Nachfrage nach Chips mit 2 und 3 Nanometern Strukturbreite. Die 3-Nanometer-Chips stellen inzwischen den größten Anteil am Wafer-Umsatzes. Die neueren 2-Nanometer-Chips fertigt TSMC unter anderem für Apple und AMD. Ihr Anteil ist noch kleiner, wächst aber schnell.
Für 2027 gibt sich Konzernchef Wei vorsichtig. Die Nachfrage sei robust, und der KI-Trend halte an. Druck sieht er aber in preissensiblen Segmenten wie günstigen Smartphones oder Haushaltselektronik. Dort reagieren Kunden empfindlich auf höhere Preise. Teurere Bauteile und wirtschaftliche Unsicherheit könnten in diesen Bereichen die Nachfrage bremsen.
Viele Anbieter von KI-Infrastruktur könnten in Geldnot geraten, schätzt das Marktforschungsunternehmen Gartner. Sie stecken riesige Summen in Rechenzentren und Hardware. Mit dem Verkauf von Rechenleistung dürften sie aber deutlich weniger einnehmen. Besonders gefährdet sind die sogenannten Neoclouds, also auf KI spezialisierte Cloud-Anbieter wie Nebius oder CoreWeave. Rund 80 Prozent von ihnen werden laut Gartner bis 2030 nicht mehr eigenständig bestehen. Ihre Kosten sind hoch, sie hängen an einem einzigen Geschäft, und ihre Hardware veraltet schnell.
Profitieren könnten Amazon, Meta und Google. Sie verdienen ihr Geld in vielen Geschäftsfeldern und halten unrentable KI-Investitionen deshalb länger durch. Am Ende könnten sie als dominierende Anbieter übrig bleiben.
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