// STADT-BREMERHAVEN — SALUTE
Fairbuds 2 im Test: Nachhaltige TWS-Kopfhörer mit ANC und LDAC
von André Westphal
16. Okt. 2026 |
0
In dieser Woche hat Fairphone seine neuen TWS-Earbuds (True Wireless Stereo), die Fairbuds 2, vorgestellt. Man schreibt sich natürlich wieder Nachhaltigkeit auf die Fahnen. Aber auch beim Klang sollen die Fairbuds 2 dank ihrer großen 11-mm-Treiber und Unterstützung des hochwertigen Bluetooth-Codecs LDAC punkten. Ich habe mir im Test einmal für euch angehört, was dahintersteckt.
Ein echter Pluspunkt, der nicht untergehen sollte: So verzichtet der niederländische Hersteller etwa auf sogenannte Ewigkeitschemikalien (PFAS), wie sie bedauerlicherweise in vielen In-Ears verarbeitet werden und im Verdacht stehen, durch den direkten Hautkontakt auch auf den menschlichen Körper übertragen zu werden. Ebenfalls möchte ich loben, dass Fairphone keine Funktionen der Fairbuds 2 exklusiv an seine eigenen Smartphones wie das Fairphone (Gen. 6+) koppelt. Das kennt man von Herstellern wie Samsung ja doch anders.
Den Klang der Fairbuds 2 hat das Rotterdamer Studio Form Follows Frequency abgestimmt. Nachhaltigkeit sollen die Earbuds auch wahren, weil der Hersteller auf einen modularen Aufbau ohne Klebstoff im Inneren setzt. Dadurch soll es auch in Eigenregie für euch möglich sein z. B. den Akku zu tauschen. Im Handel sind die Kopfhörer im Übrigen in den Farben Forest Green und Horizon Black zu haben und kosten 119 Euro.
Für meinen Test durfte ich mir die Fairbuds 2 in der Forest-Green-Variante ansehen bzw. anhören. Die TWS-Earbuds bieten auch aktive Hybrid-Geräuschunterdrückung (ANC). In Kombination mit ihrer Begleit-App könnt ihr den Sound zudem noch über einen 5-Band-Equalizer anpassen. Die vom Hersteller angegebene Akkulaufzeit von 8 Stunden ohne und 6 Stunden mit ANC konnte ich eher um 1-2 Stunden übertreffen, sodass man da wohl vorsichtig gerechnet hat. Aber das hängt natürlich auch von eurer Hörlautstärke ab.
Case und Earbuds wirken auf den ersten Blick ein wenig rustikal. Die rechteckigen Stengel der Earbuds wirken etwa ein wenig scharfkantiger, als man das von Konkurrenzmodellen kennt. Auch ist das Case ein wenig dicker als bei der Konkurrenz, was eine Folge der nachhaltigen Ausrichtung sein dürfte. Denn an der Unterseite sitzt auch eine kleine Schraube, falls ihr das Gehäuse öffnen und Komponenten tauschen wollt.
Im Lieferumfang liegen drei verschiedene Größen an Silikon-Eartips bei. Da solltet ihr vor der längeren Nutzung einmal prüfen, welche bei euch am besten sitzen. Ich nutze nur noch selten In-Ears, empfand die Fairbuds 2 aber als relativ wuchtig. Sie sitzen gut und stabil im Ohr, zählen aber nun nicht unbedingt zu den TWS-Earbuds, die man im Ohr vergessen könnte. Ein Vorteil ihrer Größe ist, dass sie bereits passiv ziemlich gut abdichten.
Die Fairbuds 2, ihr Case hingegen nicht, sind auch nach IP54 vor Staub und Wasser geschützt. Folgerichtig machen sie auch das ein oder andere Workout bei schlechtem Wetter mit. Mir saßen sie für Sport allerdings etwas zu locker. Beim Laufen war Nachjustieren jedenfalls unvermeidlich. Hier gilt aber, dass jedes Ohr anders ist. Eventuell sitzen die Kopfhörer bei euch auch bombenfest. Für mich persönlich geht da nichts über den Sitz von Earwing-Modellen.
Im Übrigen könnt ihr über die App auch eine Art Suchmodus aktivieren, wenn euch einer der Earbuds abhandengekommen ist. Er gibt dann einen lauten Piepton von sich. Das funktioniert aber nur dann, wenn der jeweilige Kopfhörer noch via Bluetooth verbunden ist, sonst habt ihr Pech gehabt.
Die Fairbuds 2 nutzen relativ große Treiber (11 mm) und unterstützen Bluetooth 6.0 für stabile Verbindungen sowie den hochwertigen Codec LDAC. Das sind erstmal auf dem Papier exzellente Voraussetzungen für sauberen Klang. In der Praxis sind mir die In-Ears ab Werk erst einmal etwas zu dumpf. Damit ist nicht gemeint, dass die Bässe zu dominant wären, vielmehr wirkt der Klang etwas muffig. Das kann man über den Equalizer durchaus abmildern, ab