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Walkman für 5.000 Euro: Sony treibt den Luxus auf die Spitze
Sony hat die dritte Generation seiner Luxus-Walkmans vorgestellt. Der NW-WM1ZM3 kostet 4.999 Euro, für den NW-WM1AM3 werden 2.499 Euro fällig. Gegenüber den Varianten von 2022 steigen die Preise damit um 35 beziehungsweise 79 Prozent. Bei der Ausstattung konzentriert sich Sony vor allem auf die Klangwiedergabe.
Beim Flaggschiff NW-WM1ZM3 setzt Sony auf einen gefrästen Korpus aus sauerstofffreiem Kupfer mit einem Reinheitsgrad von 99,99 Prozent, das zusätzlich vergoldet wird. Auch die Gehäuseschrauben erhalten eine spezielle Vergoldung, um den elektrischen Widerstand der Masseverbindungen zu verringern. Für die interne Leitungsführung verwendet Sony unter anderem besonders dicke Adern des Herstellers Kimber Kable, die bereits beim DMP-Z1 zum Einsatz kamen.
Beim weniger teuren NW-WM1AM3 besteht das Chassis hingegen aus einer Aluminiumlegierung mit einer vergoldeten Rückseite aus ebenfalls sauerstofffreiem Kupfer. Sony verspricht sich von den Werkstoffen eine bessere elektrische Abschirmung und weniger Interferenzen bei der Klangwiedergabe. Ähnliche Bauweisen kamen bereits bei der Vorgängergeneration von 2022 zum Einsatz.
Beide Geräte verwenden weiterhin Sonys digitalen S-Master-HX-Verstärker, dessen Stromzufuhr überarbeitet wurde. Statt eines einzelnen großen Polymer-Kondensators kommen nun derer zwei zum Einsatz, die über handverlötete Kupferleitungen verbunden sind. Eine vergrößerte Kupferspule soll Energieverluste am symmetrischen Ausgang mindern. Auch der Kupferblock zur Abschirmung der Digitalelektronik fällt laut Sony rund 34 Prozent schwerer aus als beim Vorgängermodell.
Neu ist außerdem ein sogenannter Look-Ahead-Noise-Shaper, der das Quantisierungsrauschen bei der digitalen Signalverarbeitung beeinflusst. Die bekannte DSD Remastering Engine bleibt erhalten und wandelt PCM-Audiodaten bei Bedarf in einen DSD-Datenstrom mit 11,2 MHz um. Das funktioniert jetzt auch bei Musikstücken, die über Streaming-Apps wiedergegeben werden. DSEE Ultimate zur Optimierung komprimierter Musikdateien ist ebenfalls wieder an Bord.
Sony betreibt damit erheblichen Aufwand, um elektrische Störungen und Klangverfälschungen möglichst gering zu halten. Ob die Neuerungen gegenüber den Vorgängermodellen oder günstigeren Musikplayern tatsächlich hörbare Pluspunkte bringen, müssen unabhängige Untersuchungen zeigen.
Bei der Ausgangsleistung fallen ungewöhnlich niedrige Werte in Sonys deutschem Produktdatenblatt auf. Für den NW-WM1AM3 nennt der Hersteller sowohl am herkömmlichen als auch am symmetrischen Kopfhörerausgang lediglich 0,4 bis 1,1 mW bei 32 Ohm. Für den Vorläufer NW-WM1AM2 wurden am symmetrischen Ausgang noch bis zu 250 mW je Kanal bei 16 Ohm ausgewiesen.
Die Werte unterscheiden sich allerdings bei dem Bezugswiderstand und sind in dieser Form nicht unmittelbar vergleichbar. Ob die neuen Walkmans in Europa tatsächlich eine geringere Ausgangsleistung bieten und welche Auswirkungen das auf leistungshungrige Kopfhörermodelle hätte, lässt sich daraus bislang nicht sicher ableiten.
Sony vergrößert die Anzeige von 5 auf 5,5 Zoll und erhöht die Auflösung von 1.280 × 720 auf 1.920 × 1.080 Pixel. Als Betriebssystem kommt Android 16 statt Android 11 zum Einsatz. Bluetooth wird von Version 5.0 auf 5.4 aktualisiert und unterstützt unter anderem LDAC, aptX Adaptive und LC3.
Audioinhalte lässt sich über WLAN streamen oder lokal speichern. Dafür stehen wie bei den Vorgängern 256 GB beim NW-WM1ZM3 beziehungsweise 128 GB beim NW-WM1AM3 bereit. Beide besitzen zusätzlich einen microSD-Speicherkartenschacht sowie Kopfhörerausgänge mit 3,5 und 4,4 mm.