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Wi-Fi einfach erklärt: Das sind die Unterschiede zwischen den Versionen
von André Westphal
18. Okt. 2026 |
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Wi-Fi: Fast täglich erwähne ich es in irgendeinem Artikel - täglich nutzen wir drahtlose Netzwerke. In Deutschland verwendet man dabei des Öfteren auch den Begriff WLAN synonym, obwohl beide Bezeichnungen streng genommen unterschiedliche Dinge meinen. Dann gibt es auch noch unterschiedliche Wi-Fi-Versionen. In diesem Artikel liefere ich euch einmal einen Überblick für den schnellen Blick - analog zu meinem vor einiger Zeit veröffentlichten USB-Beitrag.
Zunächst: Wi-Fi ist ein Markenbegriff, den man sich bei der Wi-Fi Alliance bzw. den dahinterstehenden Unternehmen ausgedacht hat, weil das so schön an Hi-Fi erinnert (kein Witz). Streng genommen bezeichnet Wi-Fi dabei aber gar nicht ein Funknetzwerk, sondern die Zertifizierung bzw. die Standards der Wi-Fi Alliance. Im Alltag mischt man das meistens dennoch durch - selbst in Tech-Blogs. Daran stört sich auch selten jemand, da in diesem speziellen Fall einfach Marketing-Slang, technischer Standard und Umgangssprache schwer trennbar sind.
Der Unterschied zu WLAN? WLAN steht für Wireless Local Area Network und bezeichnet ein lokales Funknetz. Letzteres baut aber in aller Regel auf dem Wi-Fi-Standard auf, sodass genau so oft durchaus passenderweise von Wi-Fi-Netzwerken die Rede ist. Hier im Blog schreiben wir im Übrigen bei Smartphones immer dazu, welche Wi-Fi-Version genutzt wird.
Bei aktuellen Modellen ist das häufig Wi-Fi 802.11be alias Wi-Fi 7. Es besteht aber Abwärtskompatibilität: Wenn also ein Anwender einen veralteten Router nutzt, welcher nur Wi-Fi 802.11ac alias Wi-Fi 5 bietet, dann kann das brandneue Smartphone natürlich dennoch auf das drahtlose Netzwerk zugreifen - aber logischerweise nicht mit der höheren Geschwindigkeit von z. B. Wi-Fi 802.11be.
In der obigen Tabelle seht ihr dann auch, wie die Geschwindigkeiten variieren. Zu beachten ist, dass das natürlich Angaben sind, welche sich auf das Maximum beziehen. Was ihr im Alltag erreicht, das hängt sowohl von eurer Wohnumgebung als auch von den Geräten ab, die ihr verwendet. Je nach Smartphone, PC, Fernseher oder was auch immer erreicht ihr andere Geschwindigkeiten. Auch vom Router und der Stabilität der Verbindung sowie der Entfernung zwischen Empfangsgerät und Router hängt einiges ab. Merkt man etwa in meiner vorherigen Altbauwohnung z. B. immer sehr schön: Als ich in mein Badezimmer latschte, das mal nachträglich angebaut wurde und deswegen in den Wänden viel Stahl enthielt, so blieb die Wi-Fi-Verbindung dort schlechter als unten vor meiner Haustür (ich wohnte dort im dritten Stock).
Es gibt übrigens auch noch neben den oben in der Tabelle erwähnten Varianten Sonderfälle: Wi-Fi 802.11h habe ich z. B. nicht aufgeführt, da ihr damit vermutlich im Alltag nicht in Berührung kommen werdet. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung des Standards 802.11a, die Transmission Power Control (TPC) und Dynamic Frequency Selection (DFS) ergänzt. Im Wesentlichen geht es dabei darum, dass Radaranlagen, Satelliten- und Ortungsdienste nicht gestört werden. Ist aber nur für den Betrieb mit sehr großen Sendeleistungen außerhalb von Gebäuden wichtig.
Falls ihr euch zudem nun am Kopf kratzt: Da war doch mal was mit Wi-Fi 802.11 ad? Warum taucht das oben nicht auf? Nun, Wi-Fi 802.11ad ist nicht abwärtskompatibel und nutzt den 60-GHz-Bereich. Dieser Standard ist eher für die Industrie interessant als für Privatkunden und besetzt eine spezielle Nische. So erreicht man nur sehr geringe Reichweiten von wenigen Metern bei Sichtverbindung - im Grunde muss alles im selben Zimmer stattfinden. Dafür erreicht man aber sehr hohe Übertragungsraten von mehr als 6,75 Gbps auf jedem der vier Kanäle. Aktuell gibt es aber kaum erhältliche Produkte, die Wi-Fi 802.11 ad verwenden, weil sich der Standard in erster Linie für direkte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen eignet - etwa um Videos von einem Smartphone direkt auf einen PC zu übertrage