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Finder Menu: Nützliche Rechtsklick-Aktionen für den macOS Finder
von Carsten Knobloch
18. Okt. 2026 |
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Wer von Windows zu macOS wechselt oder schlichtweg häufig im Finder unterwegs ist, vermisst im Kontextmenü oft ein paar praktische Handgriffe. Zwar lässt sich vieles über Kurzbefehle, Automator oder Drittanbieter-Tools lösen, doch das kleine Open-Source-Projekt Finder Menu klinkt sich direkt als Finder-Erweiterung in das native Rechtsklick-Menü ein.
Das Tool bringt fünf Aktionen mit, die beim Klick auf eine freie Fläche im Ordner oder auf ein Element zur Verfügung stehen:
* Neue Datei anlegen: Erstellt eine leere Datei mit beliebiger Dateiendung (wie notes.md, main.py oder .env) direkt im aktuellen Verzeichnis. Häufig genutzte Dateinamen lassen sich zudem als Vorlage abspeichern, um sie künftig mit einem Klick zu erzeugen.
* Terminal hier öffnen: Startet das Terminal direkt im gewählten Pfad. Neben der Standard-App von macOS werden automatisch auch Alternativen wie iTerm2, Ghostty, Warp, WezTerm, kitty oder Alacritty unterstützt.
* Ordner öffnen mit: Übergibt das Verzeichnis an installierte Editoren oder Entwicklungsumgebungen wie Visual Studio Code, Cursor, Windsurf, Zed, Sublime Text, JetBrains-Tools oder Xcode.
* Pfad kopieren: Legt den vollständigen Pfad der Auswahl oder des aktuellen Verzeichnisses in die Zwischenablage.
* Zum übergeordneten Ordner wechseln: Navigiert eine Ebene nach oben, selbst wenn der Zurück-Button im Finder ausgegraut ist.
Das Projekt umfasst rund 900 Zeilen Swift-Code und verzichtet komplett auf Netzwerkzugriffe oder Telemetrie. Die Finder-Sync-Erweiterung läuft in einer Sandbox, während ein kleiner Helfer im Hintergrund die eigentlichen Dateioperationen und App-Aufrufe übernimmt. Das Menü funktioniert nicht nur auf der internen Festplatte, sondern auch auf externen Laufwerken und Netzwerk-Freigaben via SMB.
Eine bekannte macOS-Einschränkung gibt es allerdings: In Ordnern von Cloud-Diensten wie iCloud Drive, Dropbox, OneDrive oder Google Drive tauchen die Menüeinträge nicht auf, da Apple dort fremde Finder-Erweiterungen blockiert.
Finder Menu setzt mindestens macOS 13 voraus. Die Installation gelingt am einfachsten über Homebrew:
brew install nikgrbn/tap/finder-menu
finder-menu enable
Alternativ könnt ihr das Repository von GitHub klonen und das beiliegende Installationsskript ausführen. In den Einstellungen der App könnt ihr festlegen, welche Menüpunkte aktiv sein sollen, welches Terminal bevorzugt wird und ob die Aktionen auch auf externen Laufwerken erscheinen sollen.
Kleiner Hinweis: Nach der manuellen Installation könnt ihr das Wissenswerte, wie das zu beachtende Deaktivieren der Finder-Tools, z. B. auch in der neuen Homebrew-Oberfläche einsehen. Sieht dann so aus wie mein Screenshot hier im Absatz.