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Science - Marie Curie und Einstein schrieben sich 20 Jahre lang Briefe – 100 Jahre später wissen wir nun, was sie sich darin zu sagen hatten
Albert Einstein und Marie Curei schrieben sich jahrelang Briefe. (Bildquellen: Wikimedia Commons)
Marie Curie und Albert Einstein gelten als zwei der bekanntesten und einflussreichsten Wissenschaftler ihrer Zeit, wenn nicht sogar aller Zeiten.
Eher unbekannt ist, dass sich die beiden mehr als 20 Jahre lang gegenseitig Briefe geschrieben haben. Ein neues Buch gibt einen Einblick in diese Freundschaft zweier Genies.
Zusammengetragen hat die Briefe die Autorin Ewa Łabno-Falęcka. Insgesamt 25 Nachrichten und eine Postkarte sind im Buch »Maria Skłodowska-Curie – Albert Einstein – Briefe/ 1911-1932«. Die deutsche Fassung wurde zusammen mit dem Verein des Albert Einstein Discovery Center Ulm präsentiert (via SWR).
Das Zusammensammeln der Briefe gestaltete sich dabei als echte Herausforderung. Weltweit musste Łabno-Falęcka Archive durchstöbern, um die Nachrichten zu identifizieren. Albert Einstein hat alleine über 85.000 Schriftstücke hinterlassen, einige Briefe von Marie Curie waren noch immer mit radioaktivem Staub bedeckt.
Das Buch soll einen Einblick in eine langjährige Freundschaft geben, die im Oktober 1911 ihren Anfang nahm. Auf der ersten Solvay-Konferenz in Brüssel lernten sich die beiden Wissenschaftler kennen. In den Jahren danach trafen sie sich mehrmals und schrieben sich eben auch regelmäßig Nachrichten.
In denen ging es aber wohl nur selten und eher am Rande um die wissenschaftliche Forschung. Viel mehr erzählten sie sich, was sie privat umtrieb und gaben sich gegenseitig Rückendeckung.
Zu Beginn ihrer Freundschaft machte Curie gerade eine schwere Zeit durch, weil französische Medien eine richtige Hetzjagd auf sie veranstalteten. Grund dafür soll eine angebliche Romanze mit einem verheirateten Mann gewesen sein. Einstein schrieb ihr in einem Brief, »nicht auf den Pöbel« zu hören.
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Die Briefe zeigen aber wohl auch, wie schwierig die Lage in Deutschland für Einstein in den 1920er-Jahren war. Der Wissenschaftler hatte immer wieder lange Forschungsreisen unternommen, um seinem Heimatland fernbleiben zu können. Vom Antisemitismus fühlte er sich schon früh bedroht, wie er Curie ebenfalls in Briefen erzählt hat. Einstein schrieb übrigens auf Deutsch, Curie auf Französisch.