// COMPUTERBASE — HARDWARE & GADGET
COD: Modern Warfare 4 im Test: Richtig gut, aber die Raytracing-Umsetzung ergibt keinen Sinn
Wie gut läuft die PC-Version von COD: Modern Warfare 4? Wir haben die Antwort im Test mit umfassenden Grafikkarten-Benchmarks mit AMD Radeon, Nvidia GeForce und Intel Arc. Und wir haben uns Raytracing und FSR Ray Regeneration im Vergleich zum Spiel-Denoiser angesehen. Ein Befund: AMD bietet mit RT die höchste Bildqualität.
Call of Duty: Modern Warfare 4 hat wieder eine Kampagne! Demjenigen, der Call of Duty ausschließlich kompetitiv spielt, mag das zwar ziemlich egal sein. Viele von euch haben den üblicherweise zwischen fünf und zehn Stunden langen Solo-Ausflug im Vorgänger Call of Duty: Black Ops 7 (Test) aber schmerzlich vermisst.
Nun ist die Solo-Kampagne zurück. Und wer den Titel schon gekauft hat, kann den Einzelspieler-Modus seit letztem Freitag bereits nutzen. Der gesamte Inhalt inklusive Multiplayer wird ab kommenden Freitag, den 23. Oktober, zur Verfügung stehen.
Optisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger durchaus einiges getan. Unter anderem deswegen, weil die Last-Gen-Konsolen erstmals nicht mehr unterstützt werden, was der Optik gut getan hat. Die Hauptcharaktere sind sehr detailliert, die Animationen sind ordentlich und die Explosionen sind wie gewohnt fulminant. Insbesondere die Innenlevels zeigen sehr viele Details, was in Kombination mit der Raytracing-Beleuchtung sehr gut aussieht.
Doch auch der neueste Teil hat dabei ein ähnliches Problem wie die Vorgänger: In der richtigen Sequenz bei der richtigen Lichtstimmung sieht das Spiel extrem gut aus. Es gibt aber auch Lichtstimmungen, bei denen die Qualität sichtbar abfällt. Dasselbe gilt in den wenigen größeren Außenarealen, in denen sich zudem ein sehr aggressives LOD-Verhalten zu erkennen gibt. Das kann die Engine einfach nicht so gut.
Nichtsdestoweniger bietet die Kampagne insgesamt so einiges für das Auge. Auf dem Niveau der aktuellen Grafikreferenz Gears of War: E-Day (Test) liegt Modern Warfare 4 aber nicht.
Technisch hat die PC-Version von Call of Duty: Modern Warfare 4 einiges zu bieten. Raytracing gibt es für die globale Beleuchtung, Reflexionen, die Schatten und die Umgebungsverdeckung – und damit das gesamte „RT-Paket“ abseits von Pathtracing. Der wenig beliebte Vorgänger COD: Black Ops 7 (Test) hatte sich dagegen nur auf die Reflexionen konzentriert; und das auch nur im Multiplayer-Modus. In Modern Warfare 4 gibt es Raytracing im Multiplayer- sowie im DMZ-Modus und in der Kampagne – wo Raytracing auch hingehört.
Beim Upsampling gibt es ebenso freie Auswahl: DLSS 4.5 sowie FSR Upscaling 4.1 sind mit an Bord, dasselbe gilt für XeSS. In Sachen Frame Generation gibt es nur beinahe das volle Programm: DLSS 4.5 Multi Frame Generation 6× und FSR 4 Frame Generation sind mit an Bord, XeSS Frame Generation dagegen nicht. Dasselbe gilt für die Latenz-Techniken: Bei Nvidia Reflex und AMD Anti-Lag 2 gibt es ein „Ja“, bei Intel XeLL dagegen ein „Nein“.
Interessanter, oder eher merkwürdig wird es bei den Denoisern fürs Raytracing. Zuerst einmal hat das Spiel einen eigenen Entrauscher, der mit allen RT-Modi und Grafikkarten kompatibel ist.
Doch der Denoiser arbeitet nicht mit den Super-Resolution-Varianten von DLSS 4.5, FSR Upscaling 4.1 und XeSS zusammen. Das bedeutet, dass auf modernes Upsampling verzichtet werden muss, wenn Raytracing mit dem Spiele-Denoiser aktiviert ist. Der Spiel-Denoiser funktioniert einzig und allein mit dem spieleigenen Upsampling „Filmisches SMAA T2X“. Das bietet zwar bei voller Auflösung eine ordentliche Qualität, ist bei reduzierter Auflösung aber weit unterlegen.