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Besitz statt Lizenz: „Power to the Players Act“ macht Gamern in den USA Hoffnung
von André Westphal
19. Okt. 2026 |
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Wer auf den meisten digitalen Plattformen wie Steam, dem PlayStation Store oder auch dem Microsoft Store ein Spiel kauft, erwirbt streng genommen kein Eigentum, sondern lediglich eine eingeschränkte Nutzungslizenz. Diese kann euch mit Pech auch wieder entzogen werden. Das passiert gerade bei Online-Games schneller und häufiger, als man es vielleicht annehmen sollte. In den USA hofft man nun auf den sogenannten "Power to the Player Act", der Spielern mehr Rechte verschaffen könnte.
Ein warnendes Beispiel wäre etwa der Titel "NBA 2K25", der Ende Oktober 2026 aus den Stores entschwinden wird. Ende des Jahres schickt der Vertrieb 2K die Server dann offline, sodass die Basketball-Simulation nur noch sehr eingeschränkt spielbar sein wird. Andere Games sind, nehmen Entwickler und Publisher die Server im Netz, oft gar nicht mehr nutzbar. Wer dann bereits Geld für das Spiel oder Mikrotransaktionen ausgegeben hat, guckt in die Röhre.
In den USA setzt sich nun etwa der Abgeordnete Ritchie Torres aus New York für den sogenannten "Power to the Players Act" ein. Im Wesentlichen soll dieser dafür sorgen, dass Verbraucher beim Kauf eines Spiels wirklich Eigentum erwerben, anstatt nur eine Lizenz. Derzeit kommen wegen dieser Geschäftspraxis nicht nur in den USA wieder verstärkt Bedenken auf. Denn auch der Archivierung von Spielen schadet es, wenn Games irgendwann gar nicht mehr öffentlich zugänglich sind. Betrachtet man Spiele auch als Kunst, dann ist es schade, wenn einige Werke einfach "weggefegt" werden.
Das Thema kocht auch wieder hoch, da Sony sich ja bekanntermaßen von PlayStation-Discs verabschieden will. Der Abgeordnete Torres wirft der Branche vor, dass sie letzten Endes nur Spiele vermiete und nicht verkaufe. Angestrebt ist daher, dass jedes Spiel etwa einen Offline-Modus implementieren muss, bevor Server abgeschaltet werden dürfen. Eine ähnliche Initiative in den USA wäre z. B. auch der "Protect Our Games Act" des Senators John Kane aus Pennsylvania. Er fordert auch einen Online-Modus, der unabhängig von den Servern der Unternehmen weiterlaufen kann, und eine verpflichtende Erstattung von 25 % des Kaufpreises, wenn ein Game von den Entwicklern eingestellt wird und dadurch nicht mehr oder nur noch eingeschränkt spielbar ist.
Auch wenn das politische bzw. gesetzliche Bestrebungen in den USA sind, gäbe es bei einem Erfolg sicherlich auch Auswirkungen auf Europa. Allerdings hat es da auch schon in der EU ähnliche Initiativen gegeben, die bislang nicht von Erfolg gekrönt gewesen sind.
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