// TAGESSCHAU AUSLAND — MONDO
Proteste in vielen Ländern Europas - aus ähnlichen Gründen
Die gewalttätigen Proteste in Frankreich dominieren seit Tagen die Schlagzeilen. Doch auch in anderen Ländern Europas gibt es derzeit Großdemos und Ausschreitungen, die Gründe ähneln einander vielfach. Wer protestiert gerade in welchen Ländern - und warum?
Seit Wochen gibt es Proteste in ganz Frankreich. Sie begannen mit Schülern, die gegen Lehrermangel und schlechte Lernbedingungen auf die Straße zogen und Schulen blockierten. Mittlerweile geht es auch um die hohen Lebenshaltungskosten und Kritik an der politischen Führung.
In den vergangenen Tagen kam es dabei in verschiedenen Städten zu massiven gewaltsamen Ausschreitungen. Am Wochenende setzten Demonstranten unter anderem das Rathaus in der Stadt Limoges in Brand, das Gebäude stürzte ein. Zahlreiche Menschen wurden bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten verletzt, darunter auch Jugendliche. Es kam zu Plünderungen.
Mittlerweile hat der französische Ministerpräsident Sébastien Lecornu die Verhängung lokaler Ausgangssperren angekündigt.
Geschäfte sollen so vor weiteren Plünderungen geschützt werden. Im Netz kursieren bereits neue Protest-Aufrufe.
mehr
Auch in Italien kam es in den vergangenen Tagen zu Protesten und Ausschreitungen. Am Freitag demonstrierten zunächst Tausende Studierende in Rom gegen die Regierungspolitik. Am Wochenende kam es auch in anderen norditalienischen Städten wie Mailand, Bologna, Brescia, Bergamo und Turin zu teils gewalttätigen Protesten - hier in erster Linie gegen hohe Lebenshaltungskosten.
Vor allem in Mailand plünderten Demonstranten am Sonntag Geschäfte und bewarfen Polizisten mit Steinen. Nach Polizeiangaben wurden mehr als 270 Jugendliche und junge Erwachsene festgenommen.
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte die Gewalt und kündigte dazu eine Regierungssitzung an.
Ministerpräsidentin Meloni verurteilte die Gewalt, von der vor allem Mailand betroffen war.
mehr
Bei Protesten in belgischen Städten kam es am Samstag zu Ausschreitungen. Studentengruppen hatten zu den Kundgebungen aufgerufen, die sich unter anderem gegen steigende Bildungskosten und Reformen richten, die den Zugang zu Hochschulen erschweren könnten.