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PwnEscape: Lücke im Linux-Kernel
Der Sicherheitsforscher Paulos Yibelo hat eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel aufgespürt, die im KVM-Modul des Kernels steckt. Yibelo hat das Problem mit Hilfe von KI aufgespürt.
Die Sicherheitslücke ermöglicht es Angreifern unter Umständen aus einer virtuellen Maschine auszubrechen und daraufhin auf dem Host-System Code auszuführen, berichtet Yibelo in einem ausführlichen Blogbeitrag zu der PwnEscape getauften Lücke.
Paulos Yibelo hat sich laut seinem Beitrag gar nicht explizit auf die Suche im Kernel gemacht. Er habe an der Challenge eines Cloudproviders teilgenommen. Der habe eine Million Dollar an Preisgeldern ausgelobt. Die Aufgabe bestand darin, aus der Sandbox des Anbieters auszubrechen. Herausgekommen ist dabei die kritische mit CVE-2026-99999 im Linux-Kernel.
Für die Entdeckung so Yibelo hätten Menschen die Leitung übernommen, die schwierigen Fragen gestellt und die Arbeitsabläufe gestaltet. GPT-5.6 Sol habe ihnen als primäre KI für die Analyse auf Quellcodeebene, die Untersuchung von Angriffspfaden und die Überprüfung von Annahmen gedient.
Die Linux-Anbieter sind bereits alarmiert. Red Hat teilt in einem Advisory mit, dass ein lokaler Angreifer oder eine nicht vertrauenswürdige virtuelle Gastmaschine diese Schwachstelle ausnutzen kann, indem er Netzwerkpakete mit fehlerhaften Prüfsummen-Metadaten an das IPv4-Netzwerksubsystem übermittelt. Diese fehlende Validierung der Prüfsummen-Metadaten könne während der Paketverarbeitung zu einer Beschädigung des Speichers führen, was möglicherweise die Ausführung von beliebigem Code auf dem Host, einen Systemabsturz mit daraus resultierendem Denial-of-Service (DoS) oder die Offenlegung sensibler Speicherinhalte zur Folge haben könne.
Patches gibt es bereits von einigen Anbietern, etwa von Debian. Red Hat, Ubuntu und Suse sind zum jetzigen Zeitpunkt noch am evaluieren.
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