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Booking.com: EU leitet Verfahren wegen Fake-Angeboten und Phishing ein
von Carsten Knobloch
21. Okt. 2026 |
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Die Europäische Kommission nimmt sich Booking.com zur Brust. Die Brüsseler Behörde hat ein förmliches Verfahren nach dem Digital Services Act (DSA) gegen das Reiseportal eingeleitet. Da geht's um den Vorwurf, dass die Plattform nicht genug gegen betrügerisch betriebene Unterkünfte sowie Phishing-Maschen unternimmt und bezahlte Suchergebnisse nicht ordentlich als Werbung kennzeichnet.
Ein Punkt der Untersuchung dreht sich um gefälschte Angebote. Wer regelmäßig reist, hat vielleicht schon von Inseraten für Immobilien gehört, die in der Realität gar nicht existieren, oder von Anbietern, die mit gekaperten Identitäten agieren. Die EU prüft nun, ob Booking.com solche systemischen Risiken für Verbraucher sorgfältig analysiert und betrügerische Einträge konsequent aus dem System wirft.
Dazu kommt das leidige Thema Phishing, über das viele Kunden in der Vergangenheit gestolpert sind. Kriminelle nutzen immer wieder das interne Nachrichtensystem der Plattform oder abgegriffene Buchungsdaten, um Gästen gefälschte Zahlungsaufforderungen unterzujubeln. Hier will die Kommission genau wissen, wie Reservierungs- und Kundendaten an Unterkünfte übermittelt werden und ob die Schutzmaßnahmen ausreichen, um diesen Datenmissbrauch abzuwehren.
Auch bei den Suchergebnissen schaut die EU genauer hin. Unterkunftsbetreiber können sich bei Booking.com durch das Zahlen einer höheren Provision eine bessere Sichtbarkeit in den Listen erkaufen. Laut den Vorgaben des Gesetzes über digitale Dienste müssen solche nach oben gepushten Einträge aber klar als Werbung ausgewiesen werden. Nutzer müssen direkt nachvollziehen können, ob ein Hotel wegen der passenden Filter oben steht oder schlicht dafür bezahlt hat.
Booking.com ist seit April 2023 als sehr große Online-Plattform (VLOP) eingestuft und unterliegt damit besonders strengen Regeln. Da klopfe ich ,al auf Holz, bisher ist bei mit alles glattgegangen, wenn ich mal Booking bemüht habe.
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