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Electronic Arts plant Umstrukturierung: Aus für BioWare und ein neues Fight Night
von Benjamin Mamerow
21. Okt. 2026 |
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In einer Nachricht an die Belegschaft von Electronic Arts lassen die beiden Firmenchefs Cam Weber und David Tinson verlauten, dass der Laden gehörig umgekrempelt werden soll. Trotz der Spitzenposition als größter Publisher für westliche Games weht ein rauer Wind in der Branche. Als Ergebnis gibt es einen harten Sparkurs an einigen Ecken, und ein paar weitere Änderungen.
Die einschneidendste Nachricht trifft vor allem die Rollenspiel-Fans. BioWare ist Geschichte. Nach Jahrzehnten voller Rollenspiel-Klassiker ist das ein bitterer Einschnitt. Selbst das zuletzt noch in der Entwicklung befindliche neue Mass Effect wird eingestampft. Im Bereich der Action-Adventures konzentriert sich der Konzern auf weniger Großprojekte. Marvel's Iron Man und der nächste Teil der Star Wars Jedi-Reihe kommen noch wie geplant auf den Markt. Danach schraubt man auch hier die Anzahl paralleler Großproduktionen herunter, um jedem einzelnen Titel die volle Rückendeckung zu geben - heißt es.
Bei den Shootern sieht die Welt anders aus. Respawn und DICE finden sich für ein gemeinsames Zukunftsprojekt zusammen, während weitere Battlefield-Teile in der Pipeline stecken. Auch Apex Legends bekommt über die nächsten Jahre neues Futter durch frische Mehrspieler-Modi und Erweiterungen des Universums.
Und wen überrascht es? Sport bleibt natürlich DAS Thema bei EA. Neben EA Sports FC stehen zwei Neuzugänge in den Startlöchern, zu denen in den nächsten Monaten Infos folgen sollen. Unter dem Namen Project Gridiron entsteht ein offenes Spiel rund um American Football, das den Fokus auf das soziale Miteinander legt. Außerdem feiert eine alte Box-Marke ihr Comeback. Das Team für Kampfsport-Simulationen arbeitet bereits an einem neuen Fight Night.
Bei Die Sims wandert die volle Konzentration auf Project Evergreen, damit die Entwickler genug Zeit für ihre Vision haben. Dafür liegt Project Lotus ab sofort auf Eis. Das Skateboard-Spiel skate. hat zwar viele Leute angelockt, muss die Spieler aber über längere Zeit bei der Stange halten. Ein verkleinertes Team soll das Ganze mit einem straffen Fahrplan retten.
Und warum das alles? Nun ja, erstens will EA angeblich das eigene Kerngeschäft stärken und weniger lohnenswerte Projekte streichen. Zweitens soll die Reichweite auf neuen Plattformen und in Märkten wie Asien wachsen, wofür Spiele an die lokale Kultur angepasst werden. Drittens nutzt die Firma ihre Kontakte in der Sportwelt, um neue Wege für die Fan-Interaktion mit Vereinen und Athleten zu schaffen.
Für die Mitarbeiter bedeuten diese Schritte laut Weber und Tinson kürzere Entscheidungswege und eine engere Zusammenarbeit, worum viele Teams in internen Befragungen gebeten hatten. Für die Kollegen bei BioWare und im verkleinerten skate.-Team heißt es aber vor allem eben Abschied nehmen oder intern nach einer neuen Stelle suchen.
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