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Tado: KI soll offene Fenster besser erkennen – Heizpause weiter nur im Abo
Tado will per Update mit KI die Fenster-Offen-Erkennung seiner X-Thermostate verbessern. Hebt das den Nachteil fehlender Kontaktsensoren auf?
Auf neueren iPhones behält man Tados Heizungs-Boost künftig auf dem Sperrbildschirm im Blick und beendet ihn dort per Fingertipp. Wichtiger für die Heizkosten: Die Fenster-Offen-Erkennung der X-Thermostate soll per KI zuverlässiger werden.
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Während mehr und mehr Heizkörper wieder warm werden, schnürt Tado ein Paket neuer Softwarefunktionen für die App und die Thermostate der X-Reihe. Es erscheint laut Hersteller „im kommenden Monat“. Im Mittelpunkt steht die Fenster-Offen-Erkennung. Trendgemäß soll ihr künftig KI auf die Sprünge helfen.
Ohne Kontaktsensor schließen die Thermostate per Softwareanalyse aus den Raumbedingungen auf ein geöffnetes Fenster, etwa aus einem plötzlichen Abfall der Luftfeuchte. Hängt das Thermostat weit weg von Fenster und Luftzug, arbeitet die Erkennung ungenau oder nur mit Verzug. Künftig soll die Software per KI die typischen Muster jedes Raums lernen und so etwa ein Bad anders bewerten als ein Schlafzimmer. Dann soll sie offene Fenster auch im Frühjahr und Herbst zuverlässiger erkennen, wenn Temperatur und Luftfeuchte beim Lüften nur wenig fallen, weil es draußen kaum kälter ist als drinnen.
Wie gut das klappt, muss sich in der Praxis zeigen. Tado hält die eigenen Algorithmen schon bisher für treffsicher genug und verweigert sich deshalb Kontaktsensoren. Solche Hardware reagiert erfahrungsgemäß sofort auf geöffnete Fenster und Türen und pausiert die Heizung. Tados Erkennung schlug dagegen in unseren bisherigen Tests nicht immer an.
Das raumspezifische Lernen kommt für alle Tado X, bestätigte Tado auf Anfrage von heise online. Ohne Abo schickt die App bei offenem Fenster aber weiterhin nur eine Push-Nachricht, herunterdrehen muss man selbst. Dass die Heizung automatisch pausiert, bleibt dem Bezahl-Abo „AI Assist“ für 4 Euro im Monat oder 30 Euro im Jahr vorbehalten. Ferner liefert Tados Update-Reigen der Abo-Kundschaft einen Schimmelindex nach. Er wertet aus, wie sich Temperatur und Luftfeuchte in einem Raum über die Zeit entwickeln, und leitet daraus eine Prognose zum Schimmelrisiko ab.
Weitere Neuerungen feilen an der Bedienung und kosten nichts extra. Startet man den Boost, der die X-Thermostate eine halbe Stunde lang voll aufdreht, erscheint er als Live-Aktivität auf dem Sperrbildschirm des iPhones. Auf der Startseite der App lassen sich Kacheln schon jetzt neu anordnen oder ausblenden. Kundschaft der älteren Generation V3+ bekommt allerdings nur diese neue Startseite. Immerhin ist inzwischen die im April angekündigte Multi-Home-Funktion gestartet. Damit lassen sich beide Thermostat-Generationen in einem Konto mischen.
Wegen des Bezahl-Abos und höherpreisiger Hardware ist Tado-Technik kein Schnäppchen. Zu den günstigeren Alternativen anderer Marken gesellt sich das Matter-Thermostat Liljebagge des Möbelriesen Ikea. Es soll im Januar für voraussichtlich 14,99 Euro nach Deutschland kommen.
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