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Für bis zu 150.000 Euro: DGX Station für Windows geht im Dezember in den Verkauf
Nvidias DGX Station mit Windows wird ab Dezember über OEM-Partner verkauft. Die Preise bewegen sich zwischen 100.000 und 150.000 Euro, der Unterschied liegt natürlich in erster Linie bei der Speicherbestückung der jeweiligen Systeme, die bis zu 748 GByte Speicher nutzen können – sowie einige SSDs und zusätzlich RTX-Pro-dGPU.
Aber warum eigentlich 748 GB Speicher? Das ist die Summe aus 496 GB LPDDR5X in Form von austauschbaren SOCAMM2-Modulen für den Grace-Prozessor und 252 GB HBM3e, die dem Blackwell-Grafikchip zur Verfügung stehen. Zusätzlich kann der PCIe-5.0-Slot auch noch mit einer RTX Pro 6000 bestückt werden, die noch einmal 96 GByte Speicher für ihre GPU mitbringt.
Dann ist jedoch Obacht geboten, wenn es um die verfügbare Leistung des Systems geht. Denn eine RTX Pro 6000 benötigt 600 Watt. Zusammen mit dem GB300-Chip ist die Leistungsaufnahme der Linux-Systeme auf maximal 1.600 Watt begrenzt. Standard-US-Steckdosen sind damit aber mitunter schon fast am Limit, denn sie stellen lediglich 1.800 Watt bereit. Nvidia empfiehlt deshalb, für diese Systeme nach Möglichkeit Steckdosen mit mindestens 2.400 Watt zu nutzen. Die genaue Angabe für die Windows-Systeme steht noch aus, dürfte aber in ähnlichem Rahmen liegen, da die Hardware identisch ist.
Apropos Hardware: Diese entspricht, wie bereits erwähnt, quasi eins zu eins derjenigen der bisherigen Systeme. Der GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip setzt sich aus zwei GPU-Dies und 252 GB HBM3e zusammen und wird über einen 900 GB/s schnellen NVLink-C2C-Interconnect mit einer Grace-CPU verbunden, die 72 Neoverse-V2-Kerne von Arm sowie 496 GB LPDDR5X mit einer Bandbreite von 396 GB/s bietet. Nvidia gibt die AI-Leistung des Systems mit 20 PetaFLOPS an, wobei sich die Angabe auf 20 PetaFLOPS bei FP4 mit Sparsity-Beschleunigung bezieht. Optional lässt sich maximal eine RTX Pro 6000 Blackwell für Raytracing-Workflows hinzufügen. Auf Wunsch reicht vielleicht aber auch eine RTX Pro 2000, sie kann den Endpreis schnell um über 10.000 US-Dollar drücken. Für das Netzwerk ist wie im Datacenter ein ConnectX-8-SuperNIC mit 800 Gbit/s Bandbreite zuständig.
Es dürfte ab dem Verkaufsstart im Dezember aber gar nicht so einfach sein, eine der Lösungen zu erhalten. Denn wie die Verfügbarkeit aussieht, zeigen die DGX-Station-Systeme mit Linux, die seit einigen Monaten erhältlich sind. Dabei bedeutet erhältlich nicht automatisch, dass die Systeme auch verfügbar sind, wie der Blick durch den Marktplatz von Nvidia zeigt.
Es lassen sich vereinzelte Systeme mit Preisen zwischen 96.000 US-Dollar und 160.000 US-Dollar finden, ganz oft muss jedoch der Hersteller zuerst kontaktiert werden, um ein Angebot zu erhalten. Ende Mai begannen die Preise für das eine oder andere System noch bei 85.000 US-Dollar.