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Anthbot N8 im Test: Guter Mäher mit sperrigem Heck
von Oliver Posselt
24. Okt. 2026 |
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Die meisten Mähroboter lassen das abgeschnittene Gras auf dem Rasen liegen. Beim regelmäßigen Mähen ist das sinnvoll, bei längerem Schnittgut oder Laub hätte ich die Reste aber gern von der Fläche. Der Anthbot N8 bringt dafür einen Fangkorb mit und leert ihn selbstständig aus. Das ist nichts Neues, denn beispielsweise auch der von mir getestete Mammotion YUKA hatte das schon. Beim Wenden steht ihm der lange Korb allerdings gern im Weg, außerdem ist er lauter, als ich einen Mähroboter haben möchte. Aber fangen wir am Anfang an.
Anthbot bewirbt den N8 als 4-in-1-Gerät zum Mähen, Mulchen, Sammeln und Entfernen von Laub. Dahinter stecken zwei unterschiedliche Mähsysteme. Entweder sammelt der Roboter die Reste ein oder er verteilt sie wieder auf dem Rasen. Für den Wechsel reicht kein Schalter in der App, denn auch die Messerscheibe muss getauscht werden.
Der N8 macht einen ordentlich verarbeiteten Eindruck. Mit montiertem Fangkorb braucht er allerdings deutlich mehr Platz, als der Blick auf den eigentlichen Roboter vermuten lässt. Bei der Suche nach einem Standort für die Ladestation sollte man deshalb die komplette Länge berücksichtigen. Irgendwo in eine enge Ecke würde ich ihn nicht stellen, denn zum Anfahren und Wenden braucht das Gespann Luft.
Oben gibt es die Stopptaste und ein paar Tasten für die Grundfunktionen, dazu Statusanzeigen. Ein Display fehlt. Die meisten Einstellungen erledigt ihr in der Anthbot-App, darunter auch die Schnitthöhe zwischen 3 und 7 Zentimetern. Die Schnittbreite beträgt 20 Zentimeter. Das ist angesichts des langen Geräts nicht besonders viel und bedeutet auf größeren Flächen entsprechend viele Bahnen. Einen Begrenzungsdraht muss man nicht verlegen. Der N8 nutzt RTK-Satellitennavigation und zwei Kameras. Die mitgelieferte RTK-Antenne braucht einen Standort mit möglichst freiem Blick zum Himmel aber das ist bei anderen Mähern auch so. Über sie bekommt der Mäher die Korrekturdaten für seine Position, die Kameras unterstützen ihn bei der Orientierung und erkennen Hindernisse.
Die Einrichtung über die App ging in meinem Fall unkompliziert. Nach dem Koppeln und der WLAN-Einrichtung prüft ihr die Firmware und legt die Karte der Rasenfläche an. Das lässt sich automatisch erledigen, alternativ steuert ihr den N8 selbst an der Grenze entlang. Die Automatik ist bequem funktioniert nur bei hart begrenzten Grundstücken. Wer etwas freiere Fläche hat, macht das besser direkt manuell und läuft mit dem Gerät an den Rändern entlang.
Das Schnittbild des Mähers ist gut. Der N8 fährt geordnete Bahnen und schneidet den Rasen gleichmäßig. Beim Sammeln landet das Schnittgut im 23 Liter großen Korb am Heck, auf der Fläche bleibt kaum etwas zurück. Das ist für viele sicher der eigentliche Vorteil des Geräts. Gerade nach einer längeren Mähpause möchte ich die gröberen Reste nicht überall herumliegen haben. Eine eigene Bürste zum Einsammeln steckt nicht dahinter, so war es beim YUKA der Fall. Die Sammelscheibe erzeugt beim Drehen einen Luftstrom, der Gras und Blätter nach hinten in den Korb transportiert. Anthbot nennt das Cyclone-System. Es funktioniert gut, benötigt aber Drehzahl und macht entsprechend Geräusche.
Auch die automatische Entleerung hat im Alltag zuverlässig geklappt. In der App legt ihr einen Abladebereich fest. Ist der Korb voll, fährt der Roboter dorthin, kippt den Inhalt aus und setzt seine Arbeit fort. Das passiert auch am Ende des Auftrags. Ich muss also nicht während des Mähens ständig nachsehen, ob ich den Korb leeren sollte. Der Abladebereich muss in der kartierten Mähfläche liegen und braucht Platz. Bis zu fünf solcher Bereiche lassen sich anlegen. Den Inhalt bringt der N8 weder in die Biotonne noch auf einen erhöhten Kompost. Am Ende liegen Gras und Laub an der festgelegten Stelle, von dort müsst ihr sie selbst wegbringen. Das sollte man bei der Standortwahl bedenken, sonst lieg